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«Das wird mich selbst dann noch frustrieren, wenn ich tot bin»

Julian Schnabel hat einen Film über van Gogh gedreht. Berühmt ist er aber für seine Malerei – die noch missverstanden werde.

Paulina Szczesniak
Müde, aber sonst gut drauf: Julian Schnabel in der Villa Tobler in Zürich.
Müde, aber sonst gut drauf: Julian Schnabel in der Villa Tobler in Zürich.

Das Interview mit Julian Schnabel in der Villa Tobler war für 16 Uhr geplant. Natürlich wird es später; die Kollegen vom Fernsehen wollten noch Aufnahmen machen, die vorangegangenen Interviewer haben überzogen, das Übliche. Als wir dran sind, wirkt Schnabel schon etwas müde.

Er trägt die obligate Brille mit getönten Gläsern, diesmal in Veilchenblau, dazu seine «Uniform»: zerknitterte Hose, ausgelatschte Arbeiterstiefel, Hoodie mit Aufdruck eines seiner Gemälde. Etwas rund ist er geworden, ansonsten hält er sich gut für seine 67 Jahre. «Wo soll ich sitzen?», fragt er. Bitte hier, Mr. Schnabel. «Darf ich auch da», er zeigt auf meinen Stuhl, es klingt nicht nach Frage. Also Platztausch. «Haben Sie schon mit Louise gesprochen?», will er wissen. Das habe ich. Louise Kugelberg (33, gross, klug, wahnsinnig nett) ist Schnabels Lebensgefährtin, mit ihr zusammen hat er seinen neuesten Film «At Eternity’s Gate» (siehe Box) geschrieben, gedreht und produziert.

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