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Um die Ecke gedacht

Stars von Jamie Lee Curtis bis Daniel Craig spielen im modernen Landhauskrimi «Knives Out» mit. Ein Riesenvergnügen.

Auf der Suche nach dem Mörder: Der berühmte Privatdetektiv Daniel Craig alias Benoit Blanc. Foto: Claire Folger/Keystone
Auf der Suche nach dem Mörder: Der berühmte Privatdetektiv Daniel Craig alias Benoit Blanc. Foto: Claire Folger/Keystone

Krimi Was muss das für einen Spass gemacht haben, diesen Film zu drehen: ein ausgeklügelter Plot und lauter tolle Schauspielerinnen und Schauspieler, die mit sichtlichem Vergnügen in die Vollen gehen. Und dabei hatte man gedacht, die Gattung Landhauskrimi sei gestorben. Von wegen!

Ausgedacht hat sich «Knives Out» der Drehbuchautor und Regisseur Rian Johnson, von dem die vorletzte Folge von «Star Wars», «The Last Jedi», stammt. Er sagt, seit seiner Kindheit lese er gern Bücher von Agatha Christie, der Schöpferin von Whodunnits wie «Murder on the Orient Express», die immer wieder verfilmt worden sind. Da habe es ihn gejuckt, auch mal so was zu machen.

Bevor der Film beginnt, erscheint Johnson auf der Leinwand und bittet das Publikum, den Schluss seines Krimis nicht zu verraten. Das werden wir an dieser Stelle auch gewiss nicht tun, denn das wäre nichts als Spiel­verderberei. Doch worum geht es eigentlich? Darum: Der weltweit erfolgreiche Krimiautor Harlan Thrombey (Christopher Plummer) ist am Morgen nach seinem 85. Geburtstag mit durchgeschnittener Kehle gefunden worden. Mord oder Selbstmord? Entdeckt hat die Leiche Thrombeys Pflegerin, die Latina Marta (Ana de Armas).

Mit fast allen Geburtstagsgästen hatte der steinreiche Autor am Vortag unerfreuliche Gespräche. Aber reichten die als Motiv für einen Mord? Neben zwei Polizisten schaltet sich auch der Privatdetektiv Benoit Blanc ein. Der ist so berühmt, dass er im «New Yorker» porträtiert worden ist; kein Geringerer als der Bond-Darsteller Daniel Craig spielt ihn. Dafür setzt er einen dicken Südstaatler­akzent auf.

Sowie Craig sich verpflichtet hatte, wollten auch andere Stars mitmachen: Jamie Lee Curtis als knallharte Grundstücksmaklerin, Don Johnson als ihr nichtsnutziger Mann, Toni Collette als Besitze­rin einer esoterischen Lifestyle-Firma, Captain-America-Darsteller Chris Evans als zynischer Playboy und Michael Shannon als der Sohn, der Papas Bücher verlegt.

Das Haus, in dem «Knives Out» spielt, ist verwinkelt und vollgestopft mit Gegenständen, die in Thrombeys Romanen vorkommen. Doch nicht nur deswegen weiss man als Zuschauer bald nicht mehr, wo einem der Kopf steht: Drehbuchautor Johnson hat um x Ecken herumgedacht, damit wir uns bis zum Schluss fragen: «Wer hat Harlan Crombey um die Ecke gebracht?»

Ab Do 2.1. In diversen Kinos

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