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«Es bleibt meine erste Liebe»

Schauspieler Ethan Hawke spricht am Filmfestival in Locarno über seinen neuen Film «Blaze», wieso er von Musikern besessen ist und wie gute Dialoge funktionieren.

Führte zum dritten Mal Regie: Ethan Hawke.
Führte zum dritten Mal Regie: Ethan Hawke.

Zeitlebens wartete der Sing-Songwriter Blaze Foley auf den Erfolg, 1989 starb er in Texas, er wurde nicht einmal 40 Jahre alt. Weshalb dreht ausgerechnet Ethan Hawke eine Filmbiografie über diesen verzweifelten, alkoholsüchtigen Musiker?

Ein Grund ist vielleicht, dass ich mich noch immer ein wenig schuldig fühle, dass mein Leben so mühelos verlaufen ist. Gut, es gab Dinge in meinem privaten Leben, die sind schwierig gewesen. Aber wenn man meine künstlerischen Projekte nimmt, kann man sagen, dass sie ohne Mühen abgelaufen sind. Mit 18 trat ich in «Dead Poets’ Society» auf und war sogleich umgeben von talentierten Menschen, die mir beigebracht haben, was es heisst, Kunst mit Bedeutung und Substanz zu schaffen. Lese ich dann über eine Figur wie Blaze Foley, den ich für einen Dichter erster Ordnung halte, der es im Leben aber sehr schwer hatte, dann möchte ich etwas für ihn tun.

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