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«Mit ‹This Is America› habe ich einen Nerv getroffen»

Als Rapper Childish Gambino sorgt er für Furore – und spielt die coolste Figur in «Solo: A Star Wars Story». Wir trafen Donald Glover in Cannes.

Childish Gambino (Donald Clover) als Lando im neuen Star Wars Film. Foto: PD
Childish Gambino (Donald Clover) als Lando im neuen Star Wars Film. Foto: PD

Können Sie sich an Ihre erste Begegnung mit «Star Wars» erinnern? Oh ja, ich sass auf dem Bett meines Vaters und schaute mir eine VHS-Kassette von «The Empire Strikes Back» an.

Eine Videokassette? Ja, es muss ein paar Jahre her sein, nicht wahr? Weil ich den ersten Film nicht gesehen hatte, verstand ich so gut wie nichts. Es langweilte mich sogar ein wenig. Aber die Lichtschwerter fand ich cool.

Jetzt spielen Sie als Glücksspieler Lando Calrissian selber mit. Ich fühle mich sehr mit dieser Figur verbunden. Nicht nur, weil er in der Originalserie der erste Schwarze im weissen «Star Wars»-Universum war. Sondern vor allem, weil man bei ihm nie recht weiss, ob er ein Guter oder ein Böser ist. Er wechselt ständig die Seiten.

Er scheint völlig unabhängig zu sein. Ja, er hat eine eigene Stadt, sogar eine eigene Armee. Cool. Und er fühlt sich allen andern auf seine spezielle Art überlegen. Ihn wollte ich unbedingt spielen. Ich habe mich deshalb auf seine Art verkleidet, als ich zum Casting ging, habe mir seinen typischen Schnurrbart stutzen lassen. Beim Vorspielen war ich so total drinnen in der Szene. Danach kamen die Casting-Leute zu mir und sagten: Das war gut, du bist in der nächsten Runde – aber bitte, komm dann ohne Verkleidung.

Es gibt in «Solo: A Star Wars Story» dieses Kartenspiel. Kennen Sie die Regeln? Oh ja, Mann. Wir haben es stundenlang gespielt. Und ich habe nicht beschissen wie im Film, in dem das grüne Ass in meinem Ärmel steckt.

Sie haben gegenwärtig mehrere Asse, die ganze Welt diskutiert über Ihr Musikvideo «This Is America». Es freut mich wirklich, dass es nicht nur ein Randthema ist. Als Musiker wird man ja gerne in eine Ecke gestellt, du machst Hip-Hop für genau diese und jene Leute. Ich hasse Nischen aller Art und habe offenbar einen Nerv getroffen.

Alle rätseln, was Sie sagen wollen. Gut so. Ich bekomme das mit und bin erstaunt, was man alles hineinlesen kann. Aber es ist nicht an mir, zu sagen, was der Song bedeutet. Er soll für sich stehen.

Gegenwärtig läuft auch die zweite Staffel Ihrer erfolgreichen Comedyserie «Atlanta». Wie bringen Sie alles unter einen Hut? Ich habe ein gutes Team, allen voran mein Bruder. Diese Leute funktionieren auch als Filter. Ich muss nicht alles lesen, was über mich publiziert wird. Sie tun es.

Aber Sie haben sicher gelesen, dass es einen weiteren «Star Wars»-Ableger geben soll, mit Ihrer Figur im Zentrum? Wirklich? Das höre ich zum allerersten Mal … (lacht)

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