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«Ich habe meine eigenen Superhelden»

Brad Bird, der Regisseur von «Incredibles 2», über Superhelden, Hamburger und Tom Cruise.

Fünf, die Superkräfte besitzen: Familie Parr aus «Incredibles 2».
Fünf, die Superkräfte besitzen: Familie Parr aus «Incredibles 2».

«The Incredibles» war 2004 ein Grosserfolg. Warum liessen Sie uns 14 Jahre aufs Sequel warten?

Weil ich nicht als Erstes an eine Fortsetzung denke. Wenn ich einen Hamburger esse, mag ich am nächsten Tag vielleicht lieber Pizza oder Poulet.

Sie drehten darauf die Spielfilme «Mission: Impossible – Ghost Protocol» und «Tomorrowland». Wie war das?

Als ob mich jemand an den tiefsten Punkt eines Swimmingpools ges­tossen hätte und dann sagen würde: Jetzt schwimm doch!

Wie hielten Sie durch?

Dank Tom Cruise. Er mochte, was ich in «Ratatouille» und «Iron Giant» punkto Action gemacht hatte, und er war überzeugt, dass ich es auch in «Mission: Impossible» hinkriegen würde. Und mein Lieblingsregisseur George Lucas sagte: Du wirst Real­filme hassen, dich miserabel fühlen und krank werden. Aber wenn du ein richtiger Regisseur bist, glaubst du mir kein Wort.

Ihr grösstes Problem bei «Incredibles 2»?

Wenn man ein Sequel dreht, möchte man es so vertraut, aber auch so unberechenbar wie möglich machen. Ein Widerspruch.

Der Film erinnert an Sechzigerjahre-Agentenfilme. Sind Sie nostalgisch veranlagt?

Ein bisschen schon. Aber ich glaube nicht, dass die Welt damals besser war. Es gab den Kalten Krieg, es gab Autos ohne Sicherheitsgurte…

Und es gab Superhelden, von denen es aktuell im Kino wimmelt. Braucht die Welt noch einen weiteren Superheldenfilm?

Nein. Aber sie braucht einen Film über eine Familie, die zu­fällig aus Superhelden besteht.

«Als Mutter von drei Kindern wird sie ständig in alle Richtungen gezogen. Deshalb muss sie elastische Superkräfte haben.»

Brad Bird, Regisseur

Was ist daran anders?

Die Superkräfte meiner Figuren sind im Grunde Erweiterungen ihrer Charaktere. Zum Beispiel Helen: Als Mutter von drei Kindern wird sie ständig in alle Richtungen gezogen. Deshalb muss sie elastische Superkräfte haben.

Hat man Sie schon für Superheldenfilme mit echten Schauspielern angefragt?

Ständig. Ich habe einige Drehbücher gelesen, aber dann sagte ich mir immer: Du hast ja deine eigenen Superhelden, das ist viel besser.

In diversen Kinos

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