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J. R. R. Tolkien erschuf ein Paralleluniversum

Unser Autor war besessen von J. R. R. Tolkien. Heute beschreibt er, wie das «Lord of the Rings»-Phänomen möglich wurde.

Wird später Professor für englische Sprache an der Universität Oxford: Der Schriftsteller J. R. R. Tolkien, gespielt von Nicholas Hoult.
Wird später Professor für englische Sprache an der Universität Oxford: Der Schriftsteller J. R. R. Tolkien, gespielt von Nicholas Hoult.

Ich gehöre nicht zur Sorte Fans, die sich in ein Zwergenkostüm werfen und Plastikäxte schwingen. Aber ich war einmal besessen von J. R. R. Tolkien. 1987, als 16-jähriger Gymnasiast, las ich nonstop seine Bücher. Tagelang. Nächtelang. Hin und zurück. Richtig: fanatisch. Da kam mein grosser Moment.

In den Anhängen von «The Lord of the Rings» war ich auf eine Unstimmigkeit gestossen. Himmel! Tolkien hatte sich beim Geburtsjahr der Hauptfigur Samwise Gamgee vertan. Konnte das sein? Tatsächlich. Mit pochendem Herz schrieb ich Tolkiens Verlag in London, um eine gefühlte Ewigkeit später Post zu erhalten: «Thank you for pointing out the mistake you have discovered in ‹The Lord of the Rings›.» Den Brief hängte ich über mein Bett. Es war, als hätte mich König Aragorn zum Ritter geschlagen.

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