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Käfer der Karibik

In der Fortsetzung des erfolgreichen französischen Animationsfilms «Minuscule 2» reisen die Insekten auf den Spuren von Johnny Depp.

Auch in der Südsee gibt es viel zu schleppen: Marienkäfer und Co. auf grossem Ausflug.
Auch in der Südsee gibt es viel zu schleppen: Marienkäfer und Co. auf grossem Ausflug.

Als das Regiepaar Hélène Giraud und Thomas Szabo seinen ersten Insekten-Kinofilm drehte, verkauften die beiden diesen den Produzenten und später dem Publikum als «‹Lord of the Rings› unter Ameisen». Für die Fortsetzung haben sie sich etwas anderes überlegt: «Wir wollten weniger Schlachten und mehr Abenteuer», sagt die für die Geschichte und Dialoge zuständige Hélène Giraud: «Unser Vorbild war deshalb ‹Pirates of the Caribbean›. Einfach mit Käfern an der Stelle von Johnny Depp.»

In «Minuscule 2» werden deshalb die aus dem ersten Teil bekannten Marienkäfer im französischen Tal in ihrer Winterruhe gestört. Dank einigen Drehbuchkniffen landen zwei von ihnen in der Karibik, wo sie sich mit ihnen bisher unbekannten Viechern herumschlagen müssen. Aber sie stellen auch fest, dass es in der Ferne Käferlein gibt, die ihnen gleichen: Sie haben einfach – sozusagen spiegelverkehrt – rote Punkte auf schwarzem Grund.

Diese Südsee-Marienkäfer gibt es tatsächlich. Das Regiepaar hat nämlich dasselbe Prinzip angewandt, das sich seit 2006 bewährt, zuerst als TV-Serie und jetzt im Kino: Sie filmen reale Landschaften mit Wäldern, Wiesen und Dünen. Diese bevölkern sie mit animierten Insekten, die an reale Tiere angelehnt sind. Die Geschichte ist dann ganz aus deren Perspektive erzählt. Aber anders als in Hollywood-Animationsfilmen, sprechen diese Tiere nicht. Oder doch? Sie unterhalten sich in einer abstrakten Sprache – trüü, trüü, trüü –, die wir mit der Zeit zu verstehen glauben.

Wieso aber die Karibik? «Weil wir sie gut kennen, wir fahren seit Jahren zusammen nach Guadeloupe in die Ferien», sagt Thomas Szabo. Und Hélène Giraud ergänzt: «Die grösste Schwierigkeit für die Fortsetzung war, etwas Neues zu erfinden und doch dem Alten treu zu bleiben.» Tatsächlich, in der Südsee entwickeln die Insekten im Kampf gegen raffgierige Menschen neue Dynamik. Sogar für eine kleine Liebesgeschichte hat es Platz. Ist das Käferthema damit ausgeschöpft? Vermutlich nicht; am Schluss gibt es einen Hinweis, dass die Reise weitergehen könnte, diesmal in den Fernen Osten. Wie wäre es mit «Kung Fu Käfer»?

In diversen Kinos

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