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Nächtliche Hatz in New York

In «21 Bridges» kämpft Chadwick Boseman im abgesperrten Manhattan.

Jagt zwei Polizistenmörder: der Ermittler Andre Davis (Chadwick Boseman).
Jagt zwei Polizistenmörder: der Ermittler Andre Davis (Chadwick Boseman).

Im Verlauf einer nächtlichen Schiesserei in einem Weinlokal, das gleichzeitig als Drogendepot dient, verlieren gleich sieben Polizisten ihr Leben. Der mit der Verfolgung der beiden Tatverdächtigen betraute Detective Andre Davis – souverän verkörpert vom «Black Panther»-Star Chadwick Boseman – steht von Anfang an unter extremem Druck: Ganz Manhattan wird dichtgemacht, alle 21 Brücken, die die Insel mit dem rest­lichen New York verbinden, werden gesperrt. Aber nur für ein paar Stunden. Bis um fünf Uhr früh, also bis kurz vor Morgengrauen, müssen die Schuldigen gefasst oder – das wird Davis von seinen Kollegen mit einigem Nachdruck nahegelegt – tot sein.

Damit ist der Rahmen vorgegeben: eine nächtliche Hatz unter Zeitdruck auf einem vorläufig noch ziemlich grossen Spielfeld, das sich aber im Verlauf der Handlung rasch klaustrophobisch verkleinert. Diese dramaturgische Verengung ist die grosse Stärke von «21 Bridges», und ausserdem beweisen die Filmemacher ein gutes Auge für die schummrigen Spiegelungen der künstlichen Lichter auf dem dunklen Asphalt von New York.

Geschmeidig wechselt Regisseur Brian Kirk («Penny Dreadful») zwischen der Perspektive der Jäger und jener der Verfolgten hin und her, und bald häufen sich die Hinweise darauf, dass die Grenzen zwischen den beiden vielleicht nicht ganz so eindeutig zu ziehen sind, wie man zunächst vermuten würde.

Die Auflösung, auf die das alles zusteuert, ist freilich weder überraschend noch originell. Vor allem überschreitet der Film in seinem Finale die 5-Uhr-Marke und verliert damit seine Geschlossenheit. Es wird Tag, und wir stellen leicht desillusioniert fest, dass «21 Bridges» bei Licht betrachtet doch ein halb garer Polizeifilm ist.

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