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Die Liste der neusten Kinofilme

Der Terminator ist zurück und wie halten es junge Kölner mit Sex und Liebe? Das Neuste im Kino.

Alles ist «easy» bei der Generation Y: Ein Paar aus «Easy Love».
Alles ist «easy» bei der Generation Y: Ein Paar aus «Easy Love».

Easy Love

Von Tamer Jandali, D 2019; 89 min.Dokumentarfilm

Sieben Männer und Frauen zwischen 25 und 45 Jahren ziehen durch Köln und suchen die Liebe. Manchmal auch nur schnellen Sex. Nic und Stella führen eine offene Beziehung, Sophia schläft für Geld mit Männern. Und Sören streift auf der Suche nach einem neuen Date über den Flohmarkt.

Mit seinem Debüt zeigt Regisseur Tamer Jandali, wie die Generation Y liebt: neugierig, fordernd, hedonistisch, einsam. Seine Protagonisten sind keine Schauspieler, sondern Laien, die sich selbst darstellen. Das Resultat ist ein intensiver Film zwischen Fiktion und Dokumentation. Der sich streckenweise leicht und sinnlich anfühlt wie eine Sommernacht. Tauschen mit den jungen Menschen möchte man trotzdem nicht. Alles viel zu kompliziert. (thu)

Sehr kompliziert: Beziehungen der Generation Y. Video: Vimeo/xenixfilm

The Addams Family

Von Greg Tiernan und Conrad Vernon, USA 2019, 87 min.Animation

Die Familie Addams wird von Spiessern vertrieben und findet in New Jersey ein neues Heim in einem ehemaligen Irrenhaus. Doch in der Nachbarstadt ist das Addamssche Heim einer Grundstückmaklerin (Stimme: Allison Janney) ein Dorn im Auge. Als der Karikaturist Chas Addams in den Dreissigerjahren diese Familie erfand, war das ein kultureller Fortschritt: So lustige und makabre Cartoons hatte man noch nie gesehen. In der Folge gab es die Addamse in Fernsehserien und zwei Realfilmen. Man hätte gedacht, dass sie in einem Animationsfilm erst recht ihr Unwesen treiben würden. Doch den Schöpfern dieses Films ist weder etwas Lustiges noch etwas Überraschendes eingefallen. Ein Jammer. (bod)

Cody: The Dog Days Are Over

Von Martin Skalsky, CH 2019; 87 min.Dokumentarfilm

Martin adoptierte mit seiner Familie den Strassenhund Cody. Und er folgt seinen Spuren nach Rumänien, wo der Hund mit seiner «grossen Liebe», der Hündin Blanche, herumstreunte. Nun fragt sich Martin: War es richtig, die zwei zu trennen? Welche Rechte haben Tiere?

Der an sich ehrenwerte Ansatz, die Beziehung zwischen Mensch und Tier zu hinterfragen, bleibt eine Alibi-Übung. Stattdessen wird zwischen Cody und Blanche eine vermenschlichte Romanze konstruiert, die zu tierrechtlichen Debatten nichts beiträgt. Die im Film aufgeworfene Frage, ob es blödsinnig sei, so über Tiere nachzudenken, hätte man sich lauter stellen sollen. (dpo)

Portrait de la jeune fille en feu

Von Céline Sciamma, F 2019; 119 min.Historiendrama

1770 bekommt eine Malerin (Noémie Merlant) den Auftrag, auf einer bretonischen Insel das Hochzeitsporträt einer jungen Frau (Adèle Haenel) zu malen, und zwar heimlich. Denn diese will weder porträtiert werden noch heiraten, lieber wäre sie im Kloster geblieben. Die Frauen berühren sich mehr und mehr mit ihrem ausgehungerten Intellekt und ihrer Sehnsucht nach Freiheit.

Jede Einstellung ist ein Gemälde in diesem langsamen, aber ungeheuer spannungsvollen Film; jede Sekunde, denkt man, könnte alles explodieren. Bild für Bild wird aufgefaltet, wie die zwei Frauen lernen, sich selbst und einander neu zu sehen und ihrem ganz eigenen Feuer auf die Spur zu kommen – gegen alle Regeln des männlichen Blicks. Ein berauschender Film über (weibliche) Kunst und Liebe. (loe)

Scary Stories to Tell in the Dark

Von André Øvredal, USA 2019; 108 min.Horror

An Halloween 1968 erkunden ein paar Teenager ein altes, verlassenes Haus. Dabei entdecken sie ein Buch voller Geschichten, die von Monstern, Geistern und Konsorten handeln. Das Fatale daran: Im Buch erscheinen auf unheimliche Weise neue Storys, die tödliche Realität werden.

Guillermo del Toro («The Shape of Water») unterstützte als Produzent den norwegischen Regisseur André Øvredal («Trollhunter») dabei, Alvin Schwartz’ Gruselbücher für Kinder zu verfilmen. Dafür verbanden sie seine Kurzgeschichten zu einer übergreifenden Handlung. Die Kinoversion lehnt sich deutlich bei «It» und «Stranger Things» an und ist dabei nur unwesentlich harmloser; Kindern kann man das jedenfalls nicht zumuten. (ggs)

Der Horror wird Realität: Das Buch schreibt die Geschichten selbst. Video: Vimeo/AscotElite

Terminator: Dark Fate

Von James CameronUSA 2019; 128 min.

Skynet wurde dank Sarah Connor aus der Geschichte getilgt, aber dennoch tauchen weiterhin Hightech-Roboter auf, die Böses im Schilde führen. Gemeinsam mit zwei neuen Mitstreiterinnen und einem alten Bekannten nimmt Connor ein weiteres Mal den Kampf auf. Kritik siehe Seite 11.

Welcome to Sodom

Von Christian Krönes und Florian Weigensamer, A 2018; 90 min.Dokumentarfilm

Die österreichischen Dokumentarfilmer Florian Weigensamer und Christian Krönes («Ein deutsches Leben») berichten über Sodom, eine gigantische und hochgiftige Elektromüllhalde in Ghana, und über die Menschen, die den Schrott recyceln, den die digitalisierte Welt hier – illegal – abgeladen hat.

«Welcome to Sodom» ist ein beeindruckender Film aus einer vom schwarzen Rauch durchwehten Hölle, in der die Subalternen Afrikas vom Gift und vom globalen Kapitalismus langsam aufgefressen werden. (SZ)

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