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Diese jüdischen Filme müssen Sie gesehen haben

Zum fünften Mal findet Yesh!, das jüdische Filmfestival, statt. Wir stellen drei sehr unterschiedliche Highlights vor.

«To Dust»: Der Orthodoxe will alles über den Verwesungsprozess wissen.
«To Dust»: Der Orthodoxe will alles über den Verwesungsprozess wissen.

To Dust

Von Shawn Snyder, USA 2018; 105 Min.

Ein Orthodoxer (Geza Rohrig, «Son of Saul») kämpft mit dem Schlaf. Seit dem Krebstod seiner Frau plagen ihn Albträume, die sich um die Verwesung ihres Leichnams drehen. Während die Kinder glauben, ein Dybbuk, ein Totengeist, sei in den Vater gefahren, sucht dieser Hilfe in der Wissenschaft: Er geht einem Biologielehrer (Matthew Broderick) so lange auf die Nerven, bis dieser zusammen mit ihm eine Art Forschungsexpedition ins Reich des Verfalls antritt – was den Nährboden für eine schrullige Komödie bereitet.

Fr 15.3., 19 Uhr / Sa 16.3., 18.50 Uhr So 17.3., 16.10 Uhr / Di 19.3., 20.40 Uhr, Houdini

Jonathan Agassi Saved My Life

Von Tomer Heymann, D / Isr; 106 Min.

Jonathan Agassi ist ein Superstar des Schwulenpornos. Als sein israelischer Landsmann Tomer Heymann («Paper Dolls») die Idee hat, einen Dokumentarfilm über ihn zu machen, kann er nicht ahnen, wie abgründig die Sache werden würde. Acht Jahre begleitet Heymann den Pornostar, der heute in Berlin lebt. In dieser Zeit erlebt er mit, wie ein Familientrauma den Mann einholt, der sich mit Drogen abschiesst. Heymann hält voll drauf mit der Kamera, es ist fast nicht zum Anschauen. Den aufwühlenden Dokumentarfilm gibt es in einer geschnittenen und ei­­ner ­expliziten pornografischen Version.

«Das Yesh! macht keine halben Sachen», sagt Festivalleiter Michel Rappaport: Man zeige die Hardcore-Version.

Sa 16.3., 20.50 Uhr / So 17.3., 20.30 Uhr, Houdini, anschliessend Gespräch mit dem Regisseur; Mi 20.3., 21 Uhr, Houdini

The Body Collector

Von Tim Oliehoek, NL 2016; 130 Min.

Als der jüdisch-holländische Journalist Hans Knoop (Guy Clemens) eine Raubkunstgeschichte recherchiert, findet er heraus, dass der prominente Kunst­sammler Pieter Menten (Aus Greidanus) sich nicht nur an den Opfern des Nationalsozialismus bereicherte, sondern noch viel krasser in die Naziverbrechen verstrickt war. Der ­wahre Fall aus den Siebzigerjahren bietet die perfekte Vorlage für einen Journalisten­krimi. Die Rückblenden in die Nazizeit sind zwar etwas holprig inszeniert, aber dem ­rasenden Reporter im Cord-Sakko schaut man gespannt zu.

So 17.3., 13.20 Uhr, Houdini; Di 19.3., 20 Uhr, Arthouse Uto, anschliessend Gespräch mit dem echten Hans Knoop

Do 14. bis Mi 20.3. Houdini / Utowww.yesh.ch

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