Wir haben die Highlights der Kurzfilmtage

Die 23. Ausgabe der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur drehen sich um die Zukunft, Brasilien und schwarze Themen. Das sind unsere Highlights.

«Primer»: Menschen verbinden sich mit Maschinen – hier an einem Trainingsgerät.

«Primer»: Menschen verbinden sich mit Maschinen – hier an einem Trainingsgerät.

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PrimerVon Cross Lucid, D 2019; 8 min.
Im Block «Deconstructing Boundaries»:
Sa 9.11., 19.30 Uhr, Cameo

Essayfilm «Wir sind von Mischformen umge­ben», sagt eine weibliche Stimme. Sie erzählt uns, dass wir uns am Übergang zu einer neuen Art von Zivilisation befinden, an der sich Grenzen auf­lösen – Grenzen zwischen Ländern, zwischen Mensch und Maschine oder auch zwischen den Geschlechtern. «Primer» ist eine faszinierende Meditation mit überraschenden Bildern, ein Highlight aus dem grossen Fokus «The Future Is …», der Fragen nach unseren Zukunftsvorstellungen stellt.

O ÓrfãoVon Carolina Markowicz, Br 2018; 15 min.
Im Block «United in Diversity»: Do 7.11., 16.30 Uhr,
Casino 1; Fr 8.11., 19.30 Uhr, Cameo

Drama Wie John Canciani, der künstle­rische Leiter der Kurzfilmtage, erklärt, werden in Brasilien seit Bolsonaros Wahl Kulturgelder massiv gekürzt – insbesondere Projekte über Indigene oder über die LGTBQ-Gemeinschaft bekommen das zu spüren. Wahrlich Grund genug, Brasilien in den Länderfokus zu stellen und Beiträge wie «O Órfão» zu zeigen – ein Mini­drama um einen Waisenjungen, der immer wieder von Adoptiveltern verstossen wird, weil er anders ist. Das ist mit viel Energie und surrealistischen Einfällen gedreht.

Angriff auf die schwarze Kultur: «Hair Wolf» kritisiert auf lustige Art und Weise.

Hair WolfVon Mariama Diallo, USA 2018; 12 min.
Im Block «Black Cinema Now! – Fiction»:
Fr 8.11., 20 Uhr, Casino 2

Horrorkomödie Eine junge schwarze Frau mit einer gewaltigen Afro-Frisur steht in einem Laden und schaut sich Pflegeprodukte an. Da greift eine unheim­liche Kreatur nach ihren Haaren – es ist eine weisse Instagrammerin. Unsere Heldin flüchtet in den nächsten Coiffeursalon, aber das Ungeheuer ist ihr auf den Fersen. Und es verlangt nach Rasta­zöpfen. Regisseurin Mariama Diallo spielt mit Horrorfilmkonventionen und ­Rassenklischees. Das ist amüsant und mitunter ganz schön böse.

Di 5.11. – So 10.11.
Diverse Orte
Festivalpass 98 Franken,
Tagespässe 40–45 Franken
www.kurzfilmtage.ch

Erstellt: 31.10.2019, 10:32 Uhr

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