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Zwei Helden des Alltags

Die «Intouchables»-Macher erzählen in «Hors normes» von Freunden, die sich für autistische Menschen einsetzen.

Malik (Vincent Cassel, l.) und Bruno (Reda Kateb) mit einem ihrer Schützlinge: Szene in «Hors normes».
Malik (Vincent Cassel, l.) und Bruno (Reda Kateb) mit einem ihrer Schützlinge: Szene in «Hors normes».

Bruno (Vincent Cassel) und Malik (Reda Kateb) helfen seit 20 Jahren Menschen am Rande der Gesellschaft: Bruno versucht, autistischen Kindern so etwas wie einen normalen Alltag zu ermöglichen, und Malik bildet junge Leute aus Brennpunktvierteln zu Pflegern aus.

Joseph (Benjamin Lesieur) ist einer der Betreuten. Der junge Mann mit Autismus soll endlich auf eigenen Beinen stehen, dafür coacht ihn Bruno. Joseph soll unter anderem mit dem Zug zur Werkstatt fahren können, wo er eine Ausbildung macht – aber weil er Angst hat, eine Brücke zu über­queren, zieht er jeweils kurz vor dem Übergang die Bremse. Das bringt die Pendler in Rage und Bruno in Erklärungsnot.

Zahlreiche Filme über sozial Benachteiligte

Aber Bruno braucht dringend einen Erfolg, denn die Stadt will seinen privaten Verein nicht anerkennen. Zwar verzeichnet er beachtliche Erfolge – so müssen selbst seine schwer autistischen Schützlinge nicht mehr permanent festgebunden werden, sondern lernen zu sprechen. Aber es reicht eben nicht dazu, dass sie ein völlig unabhängiges Leben führen können.

Die Regisseure Olivier Nakache und Eric Toledano feierten 2011 mit «Intouchables» einen riesigen Erfolg. Seither werden in Frankreich reihenweise Filme über sozial Benachteiligte und ihre Betreuer gedreht. Gezeigt wird oft Freiwilligenarbeit, ohne die der Betreuungsaufwand bei Schwer­behinderten, Obdachlosen oder Autis­ten kaum zu stemmen wäre, wobei der Staat diesen Vereinen ihre Arbeit erschwert.

Running Gags inklusive

Nakache und Toledano gingen bei «Hors normes» einen Schritt weiter und bildeten Autisten in einem Workshop zu Schauspielern aus. Damit waren sie erfolgreich – Benjamin Lesieur konnte anfangs kaum sprechen, aber übernahm im Film als Joseph eine Nebenrolle mit Dialogen.

Wie schon «Intouchables», so lebt auch dieser Film von den liebevollen Neckereien zweier unterschiedlicher Persönlichkeiten – hier Bruno und Malik, der Jude und der Muslim. So wird der Versuch, den orthodoxen Juden zu verkuppeln, zu einem Running Gag. Für warme Gefühle sorgen die vielen kleinen Erfolgsgeschichten der Jugend­lichen, die eine Zukunft für sich entdecken.

In diversen Kinos

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