Auf zum verlorenen Paradies

Auszeit nötig? Wir empfehlen Kunst unter freiem Himmel an der Skulpturen-Biennale Weiertal.

Kam per Helikopter ins Weitertal: «Klon» von Christopher T. Hunziker.

Kam per Helikopter ins Weitertal: «Klon» von Christopher T. Hunziker.

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Kein Paradies, liebe Leute, gibts gratis. Und wer in dieses will, inmitten von Endloswiesen und sattgelben Rapsfeldern, fährt erst einmal mit dem Zug nach Winti, dann mit einem zweiten nach Wülflingen und läuft schliesslich noch eine halbe Stunde zu Fuss. (Klar, Taxi geht auch, ist aber nie so romantisch!) Jedenfalls: Es lohnt sich. So was von. Nicht nur wegen der sensationellen hausgemachten Kuchen am Ziel, sondern auch wegen der Kunst, die man nirgends sonst so schön präsentiert bekommt.

Die Skulpturen und Installationen – 24 Sonderanfertigungen! – stehen, liegen oder schmiegen sich unter freiem Himmel in den privaten riesigen Obst- und Blumengarten von Galeristin Maja von Meiss, die seit zehn Jahren im Sommer Kunstschaffende einlädt, sich einmal als Landschaftsgestalter der etwas anderen Art zu versuchen. Letztes Mal waren Pipilotti Rist und Thomas Hirschhorn dabei, und die Leute waren so scharf drauf, das zu sehen, dass manche gar nachts über den Zaun stiegen – kein Witz.

Heuer hat sich Gastkurator Christoph Doswald (Leiter Kunst im öffentl. Raum Stadt Zürich) das bittersüsse Motto «Paradise, Lost» ausgedacht und u. a. unseren Lieblings-Kunstrotzlöffel Beni Bischof und die Fantasietierbändigerin Maja Hürst (aka Tika) aufgeboten. Tipp: An einem der Spezialabende mit Musik und/oder Talks hinfahren. Wirkt wie eine Woche Ferien.

Kulturort Weiertal
Winterthur, Rumstalstr. 55
Vernissage: Sa 25.5., 17 Uhr
Bis 8.9.
Mi–Sa 14–18 Uhr, Fr-Abende mit längeren Öffnungszeiten: siehe Programm, So 11–17 Uhr Führungen: jeden So 13 Uhr
Eintritt 15 / 10 Franken, Kinder gratis
www.skulpturen-biennale.ch

Erstellt: 24.05.2019, 09:16 Uhr

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