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Die gesamte Kunst ist kaum zu fassen

Das Museum Rietberg versucht, den riesigen, komplexen Kongo in eine einzige Ausstellung zu packen. Mutig, mutig ...

Aus der Pende-Region: Maske mit Frauen­gesicht, vor 1939.
Aus der Pende-Region: Maske mit Frauen­gesicht, vor 1939.

60-mal so gross wie die Schweiz ist sie, die Demokratische Republik Kongo. Das allein macht eigentlich schon klar, dass dort manches komplexer ist als bei uns. Wenn man dann noch auf die letzten Jahrzehnte zurückblickt, kommen Kolonialisierung (durch Belgien und haarsträubend), Unabhängigkeit (plötzlich und chaotisch) sowie Bürgerkrieg obendrauf. Plus Ebola.

Das Museum Rietberg wagt nun etwas ziemlich Ambitioniertes. Und zwar, die ganze Komplexität des Kongo in einer einzigen Schau abzubilden. Dass das unmöglich klappen kann, räumt schon deren Titel ein, «Fiktion Kongo».

Aber einen Versuch ists allemal wert, und so baut die Ausstellung, wie sich das für dieses Haus gehört, auf dem Nachlass eines Pioniers auf: Der deutsche Ethnologe Hans Himmelheber (was für ein hübscher Name, übrigens!) war vor dem Zweiten Weltkrieg im Kongo, fotografierte, dokumentierte, handelte mit Kunst – und sorgt nun, posthum, für die historische Kulisse, in der sich rund ein Dutzend zeitgenössischer kongolesischer Kunstschaffender Gedanken über ihre Heimat macht: zum Beispiel Yves Sambu mit seiner grossartigen Fotoserie der von Kopf bis Fuss durchgestylten sogenannten Sapeurs in Kinshasa. Hingehen, sich umhauen lassen!

Museum Rietberg Gablerstr. 15 Ab Freitag; bis 15.3.2020 Artist Talk mit vier Künstler(innen) der Ausstellung: Sa 17.30 Uhr. Öffentliche Führungen jeden Mi 18.30 Uhr/jeden So 11 Uhr. Eintritt 18/14 Franken, unter 16 J. gratiswww.museumrietberg.ch

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