Zum Hauptinhalt springen

Ein Herz für Jazz

Eine Ausstellung würdigt das Montreux Jazz Festival – und natürlich Claude Nobs.

1971: Feuer nach Frank Zappas Konzert! Nobs (l.) löscht – und Deep Purple schreiben später «Smoke on the Water».
1971: Feuer nach Frank Zappas Konzert! Nobs (l.) löscht – und Deep Purple schreiben später «Smoke on the Water».

Er holte sie fast alle an den Genfersee: Miles Davis, David Bowie, Prince, natürlich auch BB King, der so was wie ein Stammgast war. Denn Claude Nobs, der Gründer des Montreux Jazz Festival, begeisterte die Musiker durch seine Gastfreundschaft, lud sie in sein sagenumwobenes Chalet ein und gesellte sich mit seiner Mundharmonika immer wieder zu nächtlichen Jamsessions hinzu.

Vor fünf Jahren starb Nobs nach einem Langlaufunfall. Doch der Mythos Montreux lebt auch ohne funky Claude weiter. Das Landesmuseum trägt diesem Erbe Rechnung und würdigt in der Schau «Montreux. Jazz seit 1967» nicht nur das Festival, das dieses Jahr in die 51. Runde geht. Sondern auch die Person Claude Nobs.

«Nobs war ein Sammler», sagt Thomas Bochet, der die Ausstellung kuratiert hat. So werden die Besucher Kleider, Musikinstrumente und anderes, was Nobs geschenkt bekommen hat, mustern können. Fotos erzählen die Geschichte des Festivals nach, Konzerte und ein Backstagefilm werden projiziert.

Von Nobs’ legendären Video- und Tonband-Konzertmitschnitten werden zumindest die Hüllen zu sehen sein; die Sammlung zählt seit 2013 zum Unesco-Dokumentenerbe.

Landesmuseum Museumstr. 2 www.nationalmuseum.ch Ab Freitag Bis 21.5. Di–So 10–17 Uhr, Do 10–19 Uhr Eintritt 10/8 Franken

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch