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Näher ran an den Künstler

«Picasso – Gorky – Warhol»: Endlich gibts wieder Neues von den dreien aus der Sammlung Looser zu sehen.

Warhol konnte auch unpoppig: Mao, 1973, Grafit auf Papier, 92,1 × 92,7 cm.
Warhol konnte auch unpoppig: Mao, 1973, Grafit auf Papier, 92,1 × 92,7 cm.
The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / 2019 ProLitteris, Zürich

Mao Zedong mit knallgrünem Gesicht und pink Lippen? Die Siebdrucke von Andy Warhol sind Klassiker der Pop-Art. Was nicht jeder weiss: Warhol hat Mao auch gezeichnet. Mit wenigen Strichen auf einem grossen Blatt Papier schuf er ein schnelles, aber intimes Porträt, das einem, wenn man davorsteht, das Gefühl vermittelt, Warhol wäre dem chinesischen ­Diktator beim Skizzieren persönlich vis-à-vis gesessen.

Das ist das Schöne an Zeichnungen: dass man näher dran ist. Näher dran am Gezeichneten, aber eben auch am Zeichnenden. Man könnte sogar so weit gehen und sagen: Wer einen Künstler richtig begreifen will, kommt um dessen grafisches Werk nicht herum. Einer, der das früh begriffen hat, ist Hubert Looser. Der Zürcher ­Geschäftsmann und leidenschaftliche Kunstfan wird seine Privatsammlung dereinst in Chipperfields Kunsthaus-Erweiterungsbau zeigen.

Jetzt gibts, nach der grossen Schau mit den Highlights der Sammlung Looser im Sommer 2013, noch ein Probiererli im alten Gebäude: rund 100 Zeichnungen, dazu Skulpturen. Und ein paar Werke, die etwas von beidem sind, etwa «Sylvette» von Picasso, ein auf Metallblech skizziertes, ausgeschnittenes und räumlich aufgestelltes Porträt. Erstklassig.

Kunsthaus Heimplatz 1 Ab Freitag 20.9. Bis 5.1.2020 Di, Fr–So 10–18 Uhr, Mi / Do 10–20 Uhr Eintritt 16 / 11 Frankenwww.kunsthaus.ch

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