Radio und Revolution

Der freie Sender Lora wird 35. Zum Jubiläum sind die Macher ins Archiv gestiegen.

LoRa läuft seit 35 Jahren über den Äther: Das Radiostudio von Lora 1986 an der Mainaustrasse im Seefeld.

LoRa läuft seit 35 Jahren über den Äther: Das Radiostudio von Lora 1986 an der Mainaustrasse im Seefeld. Bild: Radio LoRa Archiv

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«Radio Lora ist ein Experiment», hiess es 1982 im ersten Konzessionsgesuch von Lora. Seit ­35 Jahren ist die Sprach- und Stimmenvielfalt – seit den Anfängen etwa gibt es ein Frauenprogramm – das Hauptmerkmal des Radiosenders. Der revolutionäre Geist kommt nicht von ungefähr: Ihren Ursprung hat die ­Radiostation in den Opernhauskrawallen 1981. In ihren ersten Monaten sendeten die Gründer noch illegal auf der Frequenz 97.5 MHz, offiziell und mit Konzession lief das Programm von Lora erstmals im November 1983 über den Äther – und tut es noch immer.

In der Ausstellung zum 35. Geburtstag versucht Lora, seine bewegte Geschichte aufzurollen: In rund ­200 Exponaten – von Flyern über Sendepläne und Sitzungsprotokolle bis hin zu Fotografien – aus dem eigenen sowie aus dem Sozialarchiv der Stadt Zürich sind die Höhen und auch die vielen Tiefen des bis heute selbstverwalteten Senders zu sehen.

Lora, das steht für Alternatives Lokal-Radio. Und lokal, das bedeutet für die Radiogemeinschaft, die Vielfalt, die es in Zürich gibt, auch am Radio abzubilden. So laufen etwa den ganzen Dienstag, und zwar jeden Dienstag, nur Sendungen in Spanisch und Portugiesisch.

Shedhalle
Seestr. 395
Vernissage: Do, ab 18 Uhr
Bis 6.1.2019
Audiokunst-Festival: 8.11.–11.11.
Radio-Spezialprogramm mit Archivsendungen: 9.11.–15.11.
www.lora.ch

(Züritipp)

Erstellt: 07.11.2018, 18:09 Uhr

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