Wo Mickry3 das Stadtbild prägen

Das Kunst-Trio gestaltet grossformatige Skulpturen für den öffentlichen Raum. Fünf Zürcher Werke.

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Schulhaus Schütze2019
Heinrichstr. 240

Relief und Neonröhren: Schulhaus Schütze. Bild: Dominique Meienberg

Mickry 3 bespielen die eben eröffnete Schule auf dem neuen Schütze-Areal mit Reliefs aus Beton (siehe Foto). Diese begrüssen die Schülerinnen und Schüler vor der Tür und im Eingangsbereich. Da ist ein cooles Retro-Auto, da sind Gesichter und Tänzerinnen im Emoji-Stil; für eine Prise Pop sorgen die bunten Neonleuchten. Diese figurative Kunst am Bau macht richtig Spass – und den Kids sicher Lust darauf, die Schule zu betreten.

Einfach Zürich2019
Landesmuseum, Museumstr. 2

Symbole der Stadt: «Einfach Zürich». Bild: zvg

Der Böögg, die Stadtheiligen Felix und Regula, die offene Rennbahn, die Rote Fabrik, die Fischreiher vom Schanzengraben, die Sukkulentensammlung: In der grossen, zweiteiligen Skulptur verleihen Mickry 3 ihrer Vision Zürichs Ausdruck. Es ist eine, die bunt und vielfältig und auch überraschend ist. Gestaltet hat das Trio das Werk im Auftrag des Landesmuseums anlässlich der frei zugänglichen Dauerausstellung «Einfach Zürich».

Fruchtexpress Zürich-Schlieren2017–2019
Bernstr., Nähe Kreuzung Engstringerstr.

Exotisches in Schlieren: «Fruchtexpress Zürich-Schlieren». Bild: zvg

Ein Symbol dafür, dass die Gentrifizierung das Trio vor über zehn Jahren in die Agglo gespült hat, ist die Skulptur auf einem Erdhaufen neben einer Kreuzung. Auch wenn sich Mickry 3 heute nicht mehr so exotisch fühlen in Schlieren wie die gelbe Ananas im Schiff, das bunte Werk hebt sich deutlich von der grauen Umgebung ab.

Happy By Nature2014–2019
Wipkinger Terrasse

Hat einige Veränderungen erlebt: «Happy By Nature». Bild: Gion Pfander

Blaue Ränder, grau gestrichener Beton: Im Vergleich zur heruntergekommenen Terrasse wirkt die schlichte Skulptur geradezu neu. Kein Wunder: Seit Jahren verändern Mickry 3 das Werk – auch seinen Namen. Einst mit figürlichen Elementen (Smiley, Lippenstift, Couvert) und als «Love Is the Message» betitelt, heisst die Arbeit heute «Happy by Nature» und ist geometrisch-abstrakt.

Concrete Girls2018
Höschgasse 6

Sind grau, aber nicht aus Beton: «Concrete Girls». Bild: zvg

Im Garten des Ateliers Haller, direkt vor dem Pavillon Le Corbusier, posieren drei nackte Damen. Die witzige Aktskulptur ist nach einer letztjährigen Schau im Atelier übrig geblieben und nun ein Kunstwerk im öffentlichen Raum. Sie wirkt massiv. Doch wenn man sie berührt, merkt man, dass sie, nicht wie der Titel vermuten liesse, aus Beton besteht.

Erstellt: 28.08.2019, 11:41 Uhr

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