Der DJ und die Angst vor dem Publikum

Der DJ Luigi Rocca wird auf der ganzen Welt gebucht. Nur in seiner Heimat Italien legt er selten auf. Wieso?

Bob Sinclair und Tiësto sind Fans des italienischen DJs.

Bob Sinclair und Tiësto sind Fans des italienischen DJs.

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Partys liebte er, Festivals auch. Doch selbst auflegen? Davor fürchtete sich Luigi Rocca zu sehr. Ein enger Freund, der PR für einen Club in Turin machte, liess aber nicht locker. Immer wieder wollte er Rocca als DJ buchen. «Ich hatte so Angst vor dem Publikum! Hätte mich mein Freund nicht so stark gepusht, ich hätte es nie gewagt», erzählte Rocca in einem Interview. Doch das Nervenflattern war unnötig gewesen, die Clubbetreiber waren begeistert: Sie engagierten Rocca sofort als ­Resident. «2004 merkte ich, dass ich unbedingt etwas produzieren muss, um noch mehr Leute auf mich aufmerksam zu machen.» Seither hat er über 200 Releases veröffentlicht, auch unter seinem Pseudonym Marshall. Zu seinen berühmten Fans zählen Jamie Jones, Bob Sinclar, Dubfire, Tie?sto und Ricardo Villalobos.

«Ich will jeden Tag etwas anderes tun», sagt Rocca. «Ich kann mich nicht auf ein Genre konzentrieren, das würde mich total langweilen.» Allzu wild klingt der Sound von Luigi Rocca aber nicht. Der DJ mag harten House mit treibendem Beat sowie fröhliche Track- Namen: «Cosmic Girl», «Gipsy Sun and Rainbows» sowie «Abracadabra» heissen seine Songs.

Die meisten dieser Veröffentlichungen sind in Roccas Studio in Turin entstanden. In Italien legt er nur selten auf. «House ist hier nicht so beliebt. Italiener mögen Techno lieber», sagt Rocca. Einzig in seinem alten Resident-Club in Turin legt er auf: «Dort sind auch meine Freunde.» Mit zwei von ihnen – Manuel De La Mare und Federico Buratti – hat er das Label 303 Lovers ­gegründet. Es sorgt dafür, dass auch an italienischen Partys immer mehr House läuft.

Sa, 21 Uhr
Space Monki, Limmatstrasse 275, www.spacemonki.ch
Eintritt 25 Eintritt

Erstellt: 18.04.2018, 15:05 Uhr

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