Ein grosser Name für einen kleinen Club

Der englische DJ und Produzent Jon Hopkins hat schon länger nicht mehr in einem so kleinen Club wie dem Exil aufgelegt.

Zufrieden vor seinen Fans: Ob der DJ und Produzent gerade 20 000 Menschen zulächelt?

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Als seine Songs in der Fernsehserie «Sex and the City» liefen, legte Jon Hopkins noch in den kleinen Clubs auf. Erst als der Engländer Ende der Nullerjahre Coldplay auf deren internationaler Tour begleitete, wurde der Mainstream endgültig auf ihn aufmerksam: Vor über 20 000 Menschen trat Hopkins an diesen Abenden auf. Noch immer schwärmt der DJ und Produzent von dieser verrückten Er­fahrung.

Dabei bewegt er längst selbst die Massen. Hopkins arbeitete neben Coldplay mit weiteren Bands an deren ­Alben und schrieb die Musik für populäre Kinofilme wie «The Lovely Bones». Auch mit seinen eigenen Werken hat der elektronische Musiker Erfolg: Mit seinem zweitletzten Album «Immunity» (2013) tourte er zwei Jahre lang durch die Welt.

Spielt meistens Live: Im Exil legt er aber als DJ auf. Video: YouTube/Pitchfork

Wieder daheim, setzte sich Hopkins nicht sofort in sein Studio. Das macht er nie. «Sonst hätte ich die Befürchtung, dass die Musik zu ähnlich klingt wie die, die ich gerade fertiggestellt habe», so Hopkins in einem Gespräch mit dem deutschen Magazin «Groove». Doch auch örtlich schaffte der Musiker Distanz. Er verliess London und stürzte sich ins Los-Angeles-Life: Er meditierte, machte Yoga und ­experimentierte mit Pilzen.

«Das hört sich wirklich klischeehaft nach Kalifornien an.» Doch für ihn sei es richtig gewesen. «Ich brauchte einen Reset, sowohl körperlich als auch mental.» Viel Zeit verbrachte Hopkins mit seinem Nachbarn: Zufälligerweise wohnte Simon Green alias Bonobo gleich nebenan. So arbeitete Hopkins am Titeltrack von Bonobos Grammy-nominiertem Album «Migration» (2017) mit.

Hopkins wollte, dass sein viertes Album «Singularity» (2018) ganz anders klingt als der düstere und cluborientierte Vorgänger «Immunity». «Ich wollte, dass die Platte positiver wirkt und Freude ausstrahlt.» Die Platte wurde von den Kritikern zwar gelobt, erinnerte diese aber trotzdem stark an das vorherige Werk. So urteilte die Seite «Laut.de»: «Kein musikalischer Neuaufbruch, eher ein ‹Immunity 2.0›.» Und der «Musikexpress» meinte: «In der Summe ist ‹Singularity› soundästhetisch der ­Zwillingsbruder von ‹Immunity›.»

Fr 20.9. — 23 Uhr
Exil
Hardstr. 245
Eintritt 35 Franken
www.exil.cl

Erstellt: 18.09.2019, 17:23 Uhr

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