«Ich weiss, was hier falsch gelaufen ist»

An der Langstrasse 83 sind schon einige Club­betreiber gescheitert. Patrick Etter erklärt, weshalb seine Babette länger leben wird.

Babette und die Männer: So voll war der Club am ersten Wochenende.

Babette und die Männer: So voll war der Club am ersten Wochenende.

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Der neue Club heisst Babette. Wieso?
Wir hatten immer einen französischen Namen im Kopf. Nach tausend Vorschlägen haben wir uns für «Babette» entschieden. Er bedeutet «die Fremde». Das passt gut. Schliesslich sind auch wir Fremde, die hier etwas machen.

Sie kommen aus Luzern. Wieso landen Sie an der Langstrasse?
Ich und mein Team wollten schon länger einen Technoclub eröffnen und denken, dass Zürich die richtige Stadt dafür ist, auch weil hier sonst fast nur House läuft. Ausserdem finden wir, dass die Räumlichkeiten perfekt zu Techno passen.

Haben Sie viel umgebaut? Das Café Gold war ja eher kitschig…
Wir haben den Club nicht umgebaut, das wäre gar nicht möglich gewesen. Wir haben aber das Ambiente völlig verändert und zum Beispiel die Wände schwarz ?gestrichen. So wirkt es, als wäre man in einem Keller. Früher gingen viele Clubs in diese Richtung, heute gibt es ja überall Lämpchen und goldene Accessoires. Wir mögen den «Back to Basic»-Stil lieber.

An der Langstrasse 83 sind schon viele Veranstalter gescheitert. Sie und Ihre Partner haben einen 10-Jahres-Vertrag unterschrieben. Wieso so optimistisch?
Wenn man an etwas nicht glaubt, muss man es gar nicht erst versuchen. Mein Team und ich liefern immer 150 Prozent und sind voll dabei. Wären wir alle nicht so motiviert, würden wir den Club nicht eröffnen.

Keine Angst, dass es sich um einen verfluchten Ort handelt?
Nein. Dass in der Vergangenheit viel falsch lief, liegt eindeutig nicht an der Location. Es ist natürlich eine schwierige Ausgangslage, die Miete ist zum Beispiel sehr hoch. Aber es ist sicher zu schaffen.

25'000 Franken kostet die Miete pro Monat. Wie ist der finanzielle Druck?
Nicht gross. Ich kenne andere Clubs und weiss auch, was hier früher falsch ­gelaufen ist: Es wurde nicht nur für die Miete viel Geld ausgegeben. Das ist für mich unverständlich.

Zum Beispiel?
Nur so viel: Wenn ein Club in dieser Grösse funktioniert, dann könnte er theoretisch auch zu viel Miete zahlen. Jeder, der rechnen kann, weiss das.

Babette, Langstrasse 83, 8004 Zürich. www.babette-club.ch (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.02.2017, 15:34 Uhr

Patrick Etter

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