Sein Traum: Frauen, Frauen, Frauen

Der US-amerikanische Sänger und Produzent Masego kombiniert Trap, House und Jazz – und träumt vom anderen Geschlecht.

Er ist ein grosser Verführer und ein kleiner Star: Masego.

Er ist ein grosser Verführer und ein kleiner Star: Masego.

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Manche träumen von grossen oder schnellen Autos, manche sind vom Geld alleine berauscht. Micah Davis, US-amerikanischer Sänger und Produzent mit jamaikanischen und südafrikanischen Wurzeln, träumt nur von einem: Frauen, Frauen, Frauen. Sein Anfang des Monats erschienenes Album «Lady Lady» setzt schon zwischen den seidenen Bettlaken ein – und bewegt sich während der nächsten 47 Minuten keinen Zentimeter vom Bettgestell weg. Alles dreht sich nur um eines: die Ladys bei Laune zu halten.

Die Art, wie der 25-jährige Multiinstrumentalist dies macht, erscheint erst mal reichlich unspektakulär: Um die Damen nicht zu verschrecken, ist alles auf samtenen Wohlklang ausgerichtet. Seine Stücke rollen einen weichen Teppich aus Falsettgesang, spielerisch tänzelnden Melodien, ganz entspannt gesetzten rhythmischen Akzenten aus.

Masego kombiniert Trap und Jazz: «Navajo» Video: YouTube/COLORS

Wenn dann noch das Saxofon soliert, kommt man sich manchmal fast vor wie in einem hochklassigen Softporno – wenn es so was denn gäbe. Hochklassig deshalb, weil Masego ganz genau das macht, was er kann. Er ist eine Mischung aus Pharrell Williams – die jüngere, wendigere, besser singende Version – und R&B-Star Miguel.

Masego weiss genau, wie man zeitgenössische Stücke produziert, und er schreckt nicht davor zurück, immer wieder etwas vermeintlich Art­fremdes in seine Musik einzubauen. Ausserdem vergisst er nicht, dem Ganzen immer wieder eine gute Portion Drive beizumischen. Seine eigene Stilbezeichnung: TrapHouseJazz.

Irgendwie merkt man bei ihm einfach bei ­jeder Note, dass diese Musik einer ganz klaren Vision entspringt: «I have a vision – a room full of ­women», singt er gleich am Anfang seines Albums. Wahrscheinlich ist es das, was ihm für Stücke wie ­«Tadow» oder «Navajo» auf Youtube Millionen Views beschert hat.

Mo — 20:00 Uhr
Härterei
Hardstr. 219
www.haerterei-club.ch
Eintritt 50 Franken

(Züritipp)

Erstellt: 12.09.2018, 13:53 Uhr

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