Wie die Grossen – nur ohne Durchbruch

Nach einer siebenjährigen Pause machen Wolf Parade dort weiter, wo sie angefangen haben: als Supportband von Arcade Fire.

Geht es hier zum Erfolg?, fragt sich die mittlerweile 4-köpfige Band.

Geht es hier zum Erfolg?, fragt sich die mittlerweile 4-köpfige Band.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Einen Riesenstress hatte Spencer Krug. Er hatte zugesagt, in drei Wochen mit seiner Band das Konzert von Arcade Fire zu eröffnen. Nur: Krug hatte gar keine Band. Doch er fand 2003 nicht nur die Zeit, ein paar Songs zu schreiben, sondern auch zwei Mitmusiker: seinen Jugendfreund, den Gitarristen und Sänger Dan Boeckner, sowie den ihm damals noch kaum bekannten Drummer Arlen Thompson. Dieser spielte später auch bei Arcade Fires Single «Wake Up» Schlagzeug. Er erinnert sich: «Dan erzählte mir, wie er bald mit Spencer ein Konzert geben werde, sie aber noch einen Schlagzeuger brauchten. Wir probten zweimal, traten auf und fanden es alle super.» Noch im gleichen Jahr veröffentlichte Wolf Parade die erste gleichnamige EP.

Zwischen 2005 und 2010 erschienen drei Alben von Wolf Parade. «Dann kriegten wir Angst, dass wir uns alle zu hassen beginnen», sagt Thompson. Die Musiker konzentrierten sich fortan lieber auf ihre Soloprojekte. Erst 2016 diskutierte die Band ihre Probleme aus und machte wieder gemeinsam Musik. «Wir klangen fürchterlich, aber es fühlte sich trotzdem gut an. Deshalb fingen wir an, neue Songs zu schreiben», so Thompson. Viele von diesen landeten auf dem aktuellen Album «Cry Cry Cry». Es klingt ähnlich unbehaglich und treibend wie seine Vorgänger: eine Mischung aus Punk, Rock und Pop – und dem klagenden Gesang von Boeckner und Krug.

Wolf Parade wurden Mitte der Nullerjahre als «die neuen Arcade Fire» betitelt. In die grossen Stadien haben sie es erst 2017 geschafft – als Support von Arcade Fire. Die Konzerte hätten sie so gespielt wie jene in kleinen Clubs, erzählt Drummer Thompson. Ihn kümmere es nicht, dass seine Band im Gegensatz zu Arcade Fire nicht den Durchbruch erlebt hat – was auch an ihrem sperrigeren Sound liegt: «Ich bin mit unseren wenigen, aber loyalen Fans sehr glücklich.»

Do — 21 Uhr
BOGEN F
Viaduktstr. 97 www.bogenf.ch
Eintritt 30 Franken
Arcade Fire spielen am 13.6. im Hallenstadion

(Züritipp)

Erstellt: 30.05.2018, 13:37 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Wettermacher Kalt gegen Serbien, heiss gegen Costa Rica

History Reloaded Neuer Feminismus, alte Rollenbilder

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Massenyoga: Gemeinsame Yoga-Lektion in der indischen Stadt Chandigarh im Vorfeld des Welt Yoga Tages. (19.Juni 2018)
(Bild: Ajay Verma ) Mehr...