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Das Glück, die anderen

Der erfolgreichste Schweizer Italiener trägt 2017 seine Stärken stolz zur Schau.

Ein Poet der ewigen Sehnsucht: Pippo Pollina.
Ein Poet der ewigen Sehnsucht: Pippo Pollina.

Mit 53 Jahren trägt der Liedermacher Pippo Pollina immer noch lange schwarze Haare und eine einfache Halskette: stolze Symbole einer rebellischen und sich selbst treu gebliebenen Seele. «Il sole che verrà» («Die Sonne, die kommen wird») heisst sein neues Album, es enthält 13 Lieder, zählt zu seinen besten, künstlerisch reifsten – und klingt auf Anhieb vertraut.

Pollina singt mit leicht angerauter Stimme von vergangenen Zeiten, deren Glück auch die Gegenwart beleuchten kann («Komm, lass uns ausgehen, dann lachst du mich an wie früher, und wir spazieren Hand in Hand»), von der Magie ferner Schiffsleuchten, die einem einsamen Mann mitten im Meer Trost spenden («Wenn ich nachts schlafen gehe, wickle ich mein Herz um die fernen Lichter»), oder von einem Boxer, der seine Gegner nicht demütigen kann («Denn der andere hat Frau und Kinder wie ich»). Eine fremdartige Erscheinung muss der Strassenmusiker aus Palermo bei seiner Ankunft in der noch wenig mediterranen Schweiz der späten 1980er gewesen sein; heute ist er aus der hiesigen musikalischen Landschaft nicht mehr wegzudenken. Der Auftritt mit dem Palermo Acoustic Quintet im Volkshaus ist der zweite in der Schweiz auf seiner monatelangen Europa-Tournee.

Freitag, 20 Uhr, Volkshaus.

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