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Das war alles nur Spass

Eigentlich wollte der Berliner Rødhåd nur feiern. Doch dann entdeckte ihn das Berghain und er wurde DJ.

Der DJ bei Tageslicht: Plötzlich ergibt auch der Künstlername Rødhåd Sinn.
Der DJ bei Tageslicht: Plötzlich ergibt auch der Künstlername Rødhåd Sinn.

Techno Es war Sommer. Und Mike Bierbach alias Rødhåd wollte Spass haben. Deshalb organisierte der gelernte Bauzeichner und Hobby-DJ Ende der Neunziger am Berliner Stadtrand einige Freiluft-Partys. Schnell waren die Nächte und ihr Organisator in ganz Deutschland bekannt. Als der Winter kam, hatte Rødhåd seinen Dub-Techno perfektioniert. Bis heute wird der Deutsche für seine zeitlosen und hypnotischen Sets sowie für seine ausgefeilte Mixingtechnik bewundert.

Den Durchbruch schaffte Rødhåd Ende der Nullerjahre. Seine eigene «Dystopian»-Partyreihe führte in die verschiedensten Clubs der deutschen Hauptstadt. 2010 wurde schliesslich das Berghain auf den Techno-DJ aufmerksam. Es buchte ihn immer wieder. Zwei Jahre ­später veröffentlichte Rødhåd seine Debüt-EP auf dem eigenen Label, das ebenfalls «Dystopian» heisst.

Etablierte Genrekollegen wie Sven Väth und Ben Klock waren ­begeistert. Sie bauten die Songs sofort in ihre Sets ein. Grosse Label wie Token, CLR und Cocoon Recordings klopften bei Rødhåd an. 2012 wurde er vom internationalen E-Zine «Resident Advisor» zum «Break Through Artist of the Year» gekürt.

Vor zwei Jahren veröffentlichte Rødhåd das von seinen Fans lange erwartete Debütalbum «Anxious». In ­Interviews ­erklärte der Berliner, dass er erst mit EPs sein Können habe testen wollen. Als er mit diesen EPs ­zufrieden war, traute sich der Musiker auch eine längere Ver­öffentlichung zu. Der Albumtitel «Anxious» sage auch viel über seine Gefühle aus, so Rødhåd: Er sorge sich um sich selbst und die Welt – wolle sich aber seinen Ängsten ­stellen.

Sa 23.11. — 23 Uhr Hive Geroldstr. 23 Eintritt 35 Frankenwww.hiveclub.ch

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