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Der Antiheld ist zurück

Casper-Fans wissen: Der 35-jährige Bielefelder leidet leidenschaftlich. Und heute sogar live in Zürich!

Er ist der Mann mit der Stimme wie Schmirgelpapier.
Er ist der Mann mit der Stimme wie Schmirgelpapier.

Da ist sie wieder: die Stimme, die so kratzt, beisst und an sich selbst schmirgelt, dass man sich ständig um ihr Überleben sorgt. Zumal sie jemandem gehört, der sich genau darum herzlich wenig zu scheren scheint: Benjamin Griffey alias Casper leidet leidenschaftlich und hat einen überaus starken Hang zum Auspowern. An seinen Konzerten kotzt sich der 35-jährige Bielefelder regelmässig komplett aus.

Besagte Stimme ist es auch, die einem signalisiert, dass sich ihr Besitzer nie ganz Konventionen und Regeln beugen wird. Zwar liebt er den Pop, die grossen, hochtrabend vertonten Gefühle, die wuchtigen Refrains, die Balladen, aber deswegen dauerhaft von der Bremse zu gehen, kommt ihm nicht in den Sinn. Auf seinem aktuellen Album «Lang lebe der Tod» wechseln sich pochender Electro-Crossover, Indierock, Powerpop, Rap, Balladen und Textzeilen ab, die den Widerspruch, die diesen Künstler ausmachen, zeigen: «Bin und war kein Held, den ihr braucht?/?Will untergehn in Well’n von Applaus.»

Fr 19.30 Uhr, Samsung Hall, Eintritt 60 Franken

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