Der DJ hat Hunger

Der DJ und Produzent Waff legt von Miami bis Paris auf – und kämpft Backstage immer mit den gleichen Problemen.

Sein Pseudonym heisst Waff: Jon Wafer steckt seine ganze 
Energie in die Musik.

Sein Pseudonym heisst Waff: Jon Wafer steckt seine ganze Energie in die Musik.

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Klagen aufstrebende DJs über ihr neues Leben auf Tour, so klingt das meist sehr ähnlich: Die Fans sind mühsam, die Busse unbequem, und überhaupt ist das Ganze viel anstrengender als gedacht. Doch Jon Wafer alias Waff hat andere Sorgen. Während seiner Tour durch die Staaten und Südamerika ärgerte sich der Engländer vor allem darüber, dass er kaum veganes Essen auftreiben konnte.

Der tierliebende DJ und Produzent ernährt sich seit mehreren Jahren strikt vegan. Weil Backstage-Buffets selten mit Hummus und Seitanwürsten bestückt sind, muss sich Waff oft nächtelang von Pommes, Brotscheiben und Chips ernähren. Manchmal nimmt er sich deshalb auch seine eigenen Snacks mit. Das ist mühsam, lohnt sich für Waff aber trotzdem. In Interviews betont er immer wieder, dass er seit seiner Ernährungsumstellung nie mehr erkältet gewesen sei und sich allgemein sehr fit fühle.

Waff kommt aus Leeds: Der DJ spielt aber auf der ganzen Welt. Stream: Soundcloud/Moon Harbour

Das ist gut. Denn Waff braucht viel Energie für seine Karriere. Er arbeitet hart, seit er Mitte der Nullerjahre anfing, selbst elektronische Musik zu produzieren. Die ersten Tracks releaste er erst, als er absolut von ihnen überzeugt war. Dieser Perfektionismus zahlte sich für Waff aus: Er ist bisher der einzige Engländer, der auf allen drei renommierten Techno-Labels Cocoon Recordings, Drumcode und Desolat veröffentlicht hat.

Seit 2014 tourt Waff auf der ganzen Welt. Er legt an Festivals und in Clubs von Paris bis Miami auf – manchmal bis zu zehn Stunden am Stück. Seine Wurzeln vergisst er dabei nicht: Der Engländer bezeichnet seinen Sound als sehr europäisch: «Ich liebe alles von Techno bis Deep House.»

Sa 12.10. — 23 Uhr
Spacemonki
Limmatstr. 275
Eintritt 29 Franken
www.spacemonki.ch

Erstellt: 10.10.2019, 10:30 Uhr

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