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Die Sechziger sind zurück

Der nostalgische Sound von Allah-Las kommt bei den Kritikern an. Doch wieso verärgert die Retro-Band gläubige Muslime?

Diese vier Musiker machen entspannten Surfpop: die Band allah-Las.
Diese vier Musiker machen entspannten Surfpop: die Band allah-Las.
zvg

«It just happens as it happens»: So erklärten Allah-Las 2016 dem britischen «Guardian», wie ihre Surf-Songs entstehen. Damals hatten die Kalifornier ihr drittes Album «Calico Review» veröffentlicht. Es war – wie bereits seine Vorgänger – ein absoluter Kritikerliebling.

Drei der vier Mitglieder haben im ­riesigen Plattenladen «Amoeba Music» in Los Angeles gearbeitet. Sie hingen vermutlich oft gemeinsam in der Oldie-Sektion ab. Denn der weiche, Nostalgie-geladene Surfpop von Allah-Las ist stark von bekannten Sixtie-Grössen wie The Zombies, The Kinks und The Animals inspiriert. Damit ihre Songs möglichst authentisch klingen, verwendet die Band für die Aufnahmen manchmal gar ein Mikrofon aus den 60ern.

«Wir wollten einfach etwas, das heilig tönt», begründete die Band einst im «Guardian» ihre Namenswahl. Es sei ihr nicht klar gewesen, dass sie damit irgendwen ­beleidigen könnte. Doch einige strenggläubige Muslime schrieben der Band aufgebrachte Mails. Ein Veranstalter liess deshalb vorsichtshalber ein Konzert in der Türkei ausfallen. Im Sommer 2017 wurde die Gefahr für die Band und ihre Fans schliesslich real: Nach einer Terrordrohung musste der Auftritt von Allah-Las in Rotterdam abgesagt werden. «Wir sind froh, dass alle sicher sind», schrieben die vier Amerikaner danach in einem Statement und versprachen, den Gig nachzuholen.

Jetzt ist es so weit: Auf ihrer aktuellen Welttournee hält die Band auch in Rotterdam. Wie in Zürich wird sie Lieder von ihrem vierten Album «Lahs» spielen, das erst vor wenigen Tagen erschienen ist. Schrammlige Gitarren und verträumte ­Melodien: Allah-Las sind ihren 60er-Jahre-Vorbildern treu geblieben.

Fr 18.10.— 19.30 Uhr Mascotte Theaterstr. 10 Ausverkauftwww.mascotte.ch

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