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Diese Musiker erwecken das Klavier zum Leben

Mit Arnalds, Gonzales und Cipa spielen gleich drei renommierte Neo-Klassik-Pianisten in Zürich. Wir stellen sie vor.

Extravagant und tiefenentspannt: Chilly Gonzales.
Extravagant und tiefenentspannt: Chilly Gonzales.

Ólafur Arnalds

Di 12.11., 20 UhrHalle 622, Therese-Giehse-Str. 10; 60–87 Franken

Das Musikstudium hat Ólafur Arnalds schnell abgebrochen. Zu sehr ärgerte sich der Isländer über den an der Hochschule verbreiteten Elitarismus. Denn der Multiinstrumentalist liebt zwar Klassik, hält sie aber nicht für das über alle erhabene ­Musikgenre. So spielte er als Teenager in Hardcore-Bands Schlagzeug und ist noch heute Teil des Minimal-Duos Kiasmos. Solo sitzt Arnalds aber am liebsten am Klavier. Sein erstes Neo-Klassik-Album hat er mit 20 Jahren veröffentlicht. Für seinen letzten Longplayer «Re:member» (2018) hat der Musiker eine Software entwickelt, mit der er drei Klaviere aufs Mal bedienen kann.

Chilly Gonzales

Di 19.11., 20 Uhr Tonhalle Maag, Zahnradstr. 22; 70–100 Franken

Bei seinen Auftritten trägt Chilly Gonzales immer einen seidenen Morgenmantel und dicke Pantoffeln. Auch sonst schert sich der Kanadier nicht um die Benimmregeln für Klassik-Stars: Er reisst auf der Bühne gerne Witze, veröffentlicht Rap-Alben und arbeitet mit den verschiedensten Interpreten zusammen: So spielte er bereits für Iggy Pop Schlagzeug und unterstützte Feist bei Albumaufnahmen. Zuletzt ist sein Werk «Solo Piano III» (2018) erschienen. «Dritter und finaler Teil der Klavier-Revue zwischen Klassik, Pop und Cabaret», schrieb der «Musikexpress» darüber.

Carlos Cipa

Fr 22.11., 20 UhrExil, Hardstr. 245; 37 Franken

Der Begriff «Neo-Klassik» könne alles bedeuten. Deshalb passe er so gut zu seiner Musik, sagte Carlos Cipa einst in einem Interview. Der Pianist verehrt Johann Sebastian Bach und Steve Reich, aber auch Björk und die Post-Rock-Gruppe Mogwai. Immer wieder schafft es der Münchner, mit seiner Musik ein sonst eher dem Pop zu­gewandtes Publikum anzusprechen. Zuletzt mit seinem dritten Album «Retronyms» (2019). Ein komplexes Werk, für das der eigentlich sehr aufs Piano fixierte Musiker auf aussergewöhnliche Instrumente zurückgriff – und die modernen Produktionsmöglichkeiten voll ausschöpfte.

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