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Ein Festival, das allen etwas bietet

Soul-Urgestein und Elton Johns Pop-Lieblinge: Die Highlights der zwölftägigen Winterthurer Musikfestwochen.

Kommen aus Reykjavik nach Winterthur: Reykjavíkurdætur.
Kommen aus Reykjavik nach Winterthur: Reykjavíkurdætur.

Boy Azooga

SteinberggasseMi 7.8., 18.30 UhrEintritt kostenlos

Die Band rund um den jungenhaften Frontmann Davey Newington schert sich nicht um Trends. Live überzeugen die vier als Gitarrenband, die mit diesem Sound auch in den Nullerjahren hätte durchstarten können. Very British! Auf dem letztjährigen Debütalbum «1, 2, Kung Fu!» zeigen sich Boy Azooga vielfältiger: Die elf gelungenen Songs sind mal pop-, dann wieder rock- und funklastig. Sogar die NME-Kritikerin verspürte eine «absolute Freude», als sie sich das Album anhörte.

Whitney

SteinberggasseSa 10.8., 21.15 UhrEintritt kostenlos

Es war einer der kältesten Winter, die Chicago je erlebt hatte. Die WG-Gspänli Max Kakacek und Julien Ehrlich hatten keine Lust auf Frostbeulen – und fingen daheim an zu jammen. Aus diesen zwanglosen Sessions entstand ihr Debütalbum «Light Upon the Lake» (2016), welches das Duo unter dem Namen Whitney veröffentlichte. Sogar Elton John soll sich in die leichten, reduzierten Pop-Songs verliebt haben. Ende August wird das zweite Album, «Forever Turned Around», erscheinen.

Madrugada

SteinberggasseSa 17.8., 18.45 Uhr77 Franken

2008 löste sich Madrugada ohne viel ­Tamtam auf. Ihr letztes Konzert hatte die norwegische Indie-Rockband kurz zuvor an den Musikfestwochen gegeben. Sänger Sivert Høyem etablierte sich danach besonders in Norwegen als erfolgreicher Solokünstler. In seinem Heimatland landete er immer wieder in den Charts. Für das 20-Jahr-Jubiläum des Madrugada-Debüts «Industrial Silence» geht Høyem jetzt wieder mit seinen alten Bandkollegen auf Tour – und kommt nach Winterthur.

Reykjavíkurdætur

SteinberggasseDo 8.8., 21.30 UhrEintritt kostenlos

Die «Töchter von Reykjavík» haben öfters ein Platzproblem. So auch, als die preisgekrönte Rap-Combo am niederländischen Festival Eurosonic auftrat und die 18 Frauen kaum auf die Hauptbühne passten. In ihrem Heimatland erregen die Isländerinnen seit 2013 immer wieder mediale Aufmerksamkeit, etwa mit der Aufforderung an den Premierminister, ihre Pussys zu lecken. Auch bei ihren Texten brechen Reykjavíkurdætur gern Tabus: Mal geht es um Periodenblut, dann um Slut-Shaming.

Lee Fields & The Expressions

SteinberggasseSo 11.8., 20.30 UhrEintritt kostenlos

Während seine Altersgenossen auf Schaukelstühlen ihre Enkel herzen, sonnt sich der extravagant gekleidete Lee Fields im Scheinwerferlicht. Vor vierzig Jahre veröffentlichte der heute fast siebzigjährige Soul-Musiker sein Debütalbum «Let’s Talk It Over ». Seither hat er seinen Stil verbessert, aber nicht verändert: Auch auf seinem diesjährigen Album «It Rains Love» dominiert klassischer, ursprünglicher Soul. Live wird Lee Fields von der sechsköpfigen Band The Expressions begleitet.

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