«Ein Hörerlebnis, das es noch nicht gegeben hat»

Die Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer ist Music Director des neuen Swiss Orchestra. Am Sonntag startet die Tournee.

Die Dirigentin ist auch Musikwissenschaftlerin: Lena-Lisa Wüstendörfer.

Die Dirigentin ist auch Musikwissenschaftlerin: Lena-Lisa Wüstendörfer. Bild: Dominic Büttner, zvg

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Sie haben ein neues Orchester gegründet. Gibt es denn nicht schon genügend?
Die Schweiz ist für vieles berühmt, aber kaum für ihre Sinfonik. Genau hier setzt das Swiss Orchestra an: Wir haben uns zum Ziel gemacht, in Vergessenheit geratene Schweizer Sinfoniker auf die Konzertbühnen zu bringen und in den verschiedenen Landesteilen hörbar zu machen.

Was macht das Swiss Orchestra so besonders schweizerisch?
Die Hälfte der Musik in unseren Konzerten stammt aus der Schweiz, aus allen Sprachregionen. So machen wir unbekannte Facetten unserer Kulturgeschichte in ihrer Vielfalt erlebbar.

Für Ihre Debüttournee haben Sie ein interessantes Programm zusammengestellt. Neben Werken der Klassiker Mozart und Beethoven erklingen solche der Schweizer Komponisten Jean Baptiste Edouard Dupuy und Hans Huber. Was erwartet einen da?
Ein Hörerlebnis, das es so noch nicht gegeben hat: Mit der Ouvertüre zur Oper «Jugend und Leichtsinn» von Dupuy eröffnet das Konzert temperamentvoll und ­beschwingt. Dupuy ist ein Zeitgenosse Beethovens, der in Schweden und Dänemark Karriere gemacht hat. Im zweiten Teil spielen wir die Serenade «Winternächte» von Hans Huber, ein ganz unbekanntes Werk des Solothurner Romantikers.

Für das 4. Klavierkonzert Beethovens konnten sie mit Oliver Schnyder einen der profiliertesten Pianisten der Schweiz gewinnen.
Ja, es ist für uns eine grosse Freude, dass wir bei unserer Eröffnungstour auf Oliver Schnyder als Solist zählen dürfen und er sich von der Idee des Swiss Orchestra begeistern liess.

So 20.10. — 17 Uhr
Tonhalle Maag
Zahnradstr. 22
Eintritt 40–115 Franken
www.tonhalle-maag.ch

Erstellt: 17.10.2019, 11:43 Uhr

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