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Ein Popstar wie du und ich

Mahalia will nichts beschönigen – weder in ihren souligen Songs noch auf Social Media. Diese Offenheit verlangt ihr viel ab.

Eva Hediger
Die Sängerin steht eigentlich nicht mehr auf Gepose: Mahalia.
Die Sängerin steht eigentlich nicht mehr auf Gepose: Mahalia.
zvg

Mahalia will kein unnahbarer Popstar sein. Deshalb postet die 21-jährige Engländerin auf Instagram nicht nur glamouröse Bilder, sondern auch sehr viele private Schnappschüsse: Mahalia als kleines Mädchen mit ihrem Vater. Als Teenagerin mit ihren Freundinnen. Nach einem Konzert in Osaka, verschwitzt und gejetlagt.

Die Sängerin als Kind, bevor sie auf der grossen Bühne Stand: Instagram-Post von Mahalia mit ihrem Vater. Quelle: Instagram/mahalia

Unter jeden Post schreibt sie etwas Persönliches. Wie abgefahren es sei, überhaupt in Japan auftreten zu können. Was für ein seltsames Outfit sie als Jugendliche getragen habe. Wie sehr sie ihren Vater liebe. Diese Zeilen zu tippen, sei jeweils eine «grosse, grosse Herausforderung», so Mahalia vergangenen Sommer in einem Interview mit dem Magazin «DJ Booth».

Zwar sei sie es als Songwriterin gewohnt, mit der Öffentlichkeit private Erlebnisse und Gedanken zu teilen. «Doch die Musik zeigt nur eine Seite von mir.» Auf Social Media wollte Mahalia ihre anderen Facetten teilen. Denn die Fans sollten die Musikerin besonders vor ihrem Album-Release noch besser kennen lernen.

Im Herbst ist «Love and Compromise» erschienen. Es ist eigentlich bereits der zweite Longplayer von Mahalia. Ihr erstes Album hat sie als Jugendliche veröffentlicht – mit 13 Jahren hat sie ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben. Damals war sie noch ein schüchternes Gitarrenmädchen. Heute ist sie eine selbstbewusste Neo-R-’n’-B-Queen. Ob sie deshalb «Love and Compromise» immer wieder als ihr eigentliches Debütalbum bezeichnet?

Die musikalische Weiterentwicklung hat Mahalia viel abverlangt. «Ich weine fast jeden Tag», schrieb sie unter ein Selfie auf Instagram. Die Leute haben sie gewarnt, dass das Showbusiness einsam sei. Doch sie habe ihnen nie geglaubt. Heute weiss sie: «So ist es wirklich.»

Mahalia wollte mit «Love and Compromise» ein zugängliches Album machen. Eines, das die Leute beim Abendessen mit der Verwandtschaft hören, aber auch auf einem Roadtrip mit der Clique. «Es soll nichts anderes als pure Freude bereiten.» Beschönigen will die Musikerin aber in ihren modernen, souligen R-’n’-B-Songs nichts. «Wenn ich über Liebe und Beziehungen singe, geht es nicht darum, dass ich eine Bitch bin oder stur.» Sondern einzig darum, Kompromisse zu finden. «Und zu lernen, frei zu lieben.» «Love and Compromise» eben.

Fr 6.12. — 19.30 Uhr Mascotte Theaterstr. 10 Eintritt 44 Frankenwww.mascotte.ch

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