Epische Klangfantasien

Christoph Irniger lädt mal wieder zum Heimspiel. Mit dabei ist ­Saxer-Kollege Ohad Talmor.

Christoph Irniger (links) und seine Counterpoints.

Christoph Irniger (links) und seine Counterpoints.

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Er ist Initiant und Gastgeber der Reihe Jazz im Seefeld. Und immer wieder spielt Christoph Irniger gleich selbst mit einer seiner zahlreichen Bands im GZ Riesbach. Dieses Mal mit Counterpoints, seinem Quartett mit dem Genfer Tenorsaxer Ohad Talmor.

Selbst Tenorsaxer der fulminant kreativen Art, misst sich Irniger da mit einem global agierenden Kollegen. Talmor ist 1970 in Israel geboren, in Genf aufgewachsen und lebt seit einigen Jahren in New York. Entsprechend duftet sein Sound nach einer eurasisch-transatlantischen Würzmischung, gründet aber hörbar in der Tradition des modernen Jazz. Mit Irniger verbindet Talmor nicht nur das Instrument. Der 38-jährige Zürcher ist ein gewiefter Multistilist, der sich in der jüngeren Jazzgeschichte bestens auskennt, gerne aber auch über den Hag spielt. Talmor wie Irniger haben einen gemeinsamen Inspirator, an den sie mit ihrem Quartett erinnern: Lee Konitz, Cool-Jazz-Legende und Meister des Kontrapunktes.

Counterpoints ist 2012 im Umfeld des Zürcher Festivals Unerhört entstanden. Den beiden Tenoristen geht es darum, ihre Klangfantasien in epische Improvisationsbögen zu fassen und sich dabei kontrapunktisch zu ergänzen. Ihre ausufernden Erzählungen waren auf mehreren Tourneen durch Europa und die USA sowie auf dem Album «Subway Lines» (2017) zu hören. Ihre Rhythm Section besetzten sie dabei abwechselnd mit Freunden aus den USA und der Schweiz. Beim Zürcher Konzert sind mit dem Berner Bassisten Bänz Oester und dem Zürcher Drummer Dominic Egli zwei so eigenständige wie offenohrige Instrumentalisten am Werk.

Mi 19.30, Jazz im Seefeld
Eintritt mind. 5 Franken (Kollekte)
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.02.2018, 15:00 Uhr

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