Er hasst das Radio

Seit drei Alben schert sich der Popmusiker Thomas Azier nicht um Erwartungen.

Der Niederländer will nicht süss sein: Musiker Thomas Azier.

Der Niederländer will nicht süss sein: Musiker Thomas Azier.

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Thomas Azier erfindet sich immer wieder neu: Beim Debüt «Hylas» (2014) dominiert futuristischer Electro, das zweite Album «Rouge» (2017) ist pianolastig und wärmer. Die dritte LP «Stray» (2018) ist überzeugender Synthiepop.

Um enttäuschte Fans schert sich der Niederländer und Wahlpariser nicht. «Ich bin ein Mensch, ich verändere mich», meinte der Musiker kürzlich in einem Interview. «Das ist okay.» Er möchte nämlich nicht wie Bruno Mars sein. «Der tönt wie eine Jukebox.» Seine Songs sollen anders klingen als jene, die tagtäglich im Radio laufen. «Die vergewaltigen die Ohren.» Steigt Thomas Azier in ein Taxi, bittet er den Fahrer, die Musik abzustellen.

Hat seine Stimme gefunden: «Red Eyes» von Thomas Azier. Video: YouTube/Thomas Azier

Azier ist überzeugt, dass er auf seinem neusten Album «Stray» seine Stimme gefunden habe. «Manchmal singe ich laut, manchmal aber ganz leise», erklärt der Musiker. Das hänge von seiner jeweiligen Gemütslage ab. Er mag Rockbands und starke Frauenstimmen wie jene von Adele. Aber die meisten Männer sind ihm viel zu «süss und seelenvoll». Der Musiker will – und gibt – mehr Power.

D0 9.5. — 20 Uhr
Exil
Hardstr. 245
Eintritt 36 Franken
www.exil.ch

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 09.05.2019, 08:56 Uhr

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