Er macht sein Ding

Der Brite Low Steppa will sich nicht verbiegen – und hat deshalb ein eigenes Label gegründet.

Er sonnt sich im Erfolg: der DJ Low Steppa.

Er sonnt sich im Erfolg: der DJ Low Steppa.

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Viele DJs und Produzenten haben diesen einen Song, der ihre Karriere für immer veränderte. So auch Low Steppa. Der Brite veröffentlichte vor fünf Jahren einen Bootleg von Route 94s «My Love». Über 2,2 Millionen Mal wurde der Track allein auf Soundcloud gestreamt. Er überzeugte Route 94 so sehr, dass der DJ aus London in seinen Livesets nur noch Low Steppas Version verwendete. So wurden immer mehr House-Fans auf Low Steppa aufmerksam.

Als 18-Jähriger brachte er sich das Auflegen selbst bei: An seinen freien Nachmittagen mixte er das Album «Homework» (1997) von Daft Punk neu. Andere Vorbilder des Teenagers waren Armand Van Helden, Grant Nelson und Basement Jaxx.

Vom DJ zum Labelboss

Eigentlich wollte Low Steppa nur House-DJ sein. Wieso ist er trotzdem Labelboss geworden? In einem Interview erklärte er: «Ich machte die Musik, die mir und meinen Fans gefiel. Doch die Labels verlangten einen bestimmten Sound.»

Er wollte sich nicht verbiegen. «Das bin einfach nicht ich.» Mittlerweile hat sich Simma Black etabliert – für Beatport zählt es zu den zehn wichtigsten House-Labels. Simma Black beansprucht ziemlich viel von Low Steppas Zeit: «Es ist verrückt, wie viele Demos ich erhalte.»

Einer seiner erfolgreichsten Remixes: «My Love». Video: YouTube/Deeprot

Wer Interviews mit Low Steppa liest, merkt: Dieser Typ ist ziemlich glücklich. Er freut sich über seinen langjährigen Erfolg und über seine vielen Fans. So antwortete er auch auf die Frage nach einem Plan B: «Ich denke öfter darüber nach, und ich habe keinen. Es ist zwar ein bisschen traurig, aber: Musik rettete mir wirklich das Leben – und bescherte mir meine besten und ältesten Freunde.»

Sa — 23 Uhr
Härterei
Hardstr. 219
Eintritt 26 Franken
www.haerterei-club.ch

(Züritipp)

Erstellt: 08.12.2018, 08:45 Uhr

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