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Es ist Zeit für Blues

Der Australier Hugo Race liefert mit seinem neusten Album den perfekten Herbst-Soundtrack.

Er ist Melancholiker und auch Italienfan: Hugo Race.
Er ist Melancholiker und auch Italienfan: Hugo Race.
Simon Harsent

Wie ist es, seit Jahrzehnten unterwegs zu sein? Häufig auf Tournee und selten daheim zu sein? In seinem autobiografischen Buch «Road Series» (2016) gibt der Musikvagabund Hugo Race Antworten. Auf fast 400 Seiten erzählt der Australier, wie ihn als jungen Mann Geldsorgen plagten, während sein Umfeld im Drogenpartysumpf versank.

Er schreibt, wie er 1983 The Nick Cave and the Bad Seeds mitbegründete – und die Band nach nur einem Album wieder verliess. Wie er zwei Jahre später als charismatischer Frontmann mit der Rockband The Wreckery vor allem in Australien grosse Erfolge feierte.

Später entdeckte Hugo Race Europa, wo er auch längere Zeit lebte. Besonders in Italien fühlte er sich wohl. Race erzählt in seinem Buch, wie er sich in Ligurien einem anderen Songwriter anvertraute: «Ich weiss nicht, wie man aufhört, Musik zu machen.» Auch als Leserin glaubt man dies Hugo Race sofort: Seit 1988 hat er fast jährlich ein neues Album veröffentlicht, zuletzt «Taken By the Dream» (2019).

Es ist der dritte Longplayer, den der heute 56-jährige Bluesrocker mit seiner internationalen Band Hugo Race Fatalists aufgenommen hat. Unterstützt wurde das Quartett dabei von bekannten Gastmusikern wie Chris Brokaw (Come, Codeine). So entstand in Sizilien ein fesselndes, melancholisches Album, das von Hugo Races unverwechselbar rauer Stimme getragen wird. Perfekt, um sich seinem ganz persönlichen Herbstblues hinzugeben.

Mo 14.10. — 20.20 Uhr El Lokal Gessnerallee 11 Eintritt 32 Frankenwww.ellokal.ch

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