«Ich dachte, es sei ein Scherz»

Aus dem Cactus wird ein «Kater». Als Beck in Black legt Daniel Beck an verschiedenen Rockpartys auf. Jetzt eröffnet er mit zwei Partnern eine eigene Bar an der Kanonengasse.

Der Cactus wird umgebaut: Erst sprühen die Funken, dann fliesst das Bier.

Der Cactus wird umgebaut: Erst sprühen die Funken, dann fliesst das Bier.

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Sie sind eigentlich Moderator und Journalist. Wieso eröffnen Sie jetzt eine Bar
Ich habe jahrelang im Cactus aufgelegt und war auch sonst häufig dort. Vor etwa zwei Jahren fragte mich der damalige Betreiber Ruedi Hofmann, ob ich die Bar übernehmen möchte: Er fühlte sich nach ­25 Jahren ausgebrannt. Erst dachte ich, es sei ein Scherz, und konnte es mir auch nicht wirklich vorstellen.

Und dann?
Ruedi fragte mich immer wieder. Irgendwann dachte ich: Warum nicht? Mit Christian Gremelmayr – ehemals Abart – und Ex-Kinski-Barchef Pascal Rebierre habe ich auch zwei super Partner gefunden, die ich beide schon länger kenne.

Was verändern Sie alles?
Das Interieur wird ziemlich anders aussehen. Der Cactus war voll mit Dekomaterial. Das war zwar irgendwie cool, aber wir wollten es schlichter haben. Alte Stammgäste werden das Lokal definitiv nicht wiedererkennen.

Auch soundmässig?
Nein, die Musik wird Rock in allen Facetten bleiben. Wir drei sind für den Sound verantwortlich. Jeweils am Samstag werden ab Mitternacht zwei DJs im Stil der Masters-of-Rock-Partys, die ­früher im Abart stattfanden, ­auflegen.

Zürich ist ja eher eine Techno-Stadt. Ist es für Rock-Lokale schwierig hier?
Das Kinski musste nach drei Jahren leider schliessen, und auch das Minirock hatte Startschwierigkeiten. Ich glaube aber, dass eine gute Rockbar in Zürich funktioniert. Wir werden auch ein breites Publikum ansprechen – vom 70er-Rocker bis zum Alternative-Fan.

Namenspatron war also definitiv nicht der Berliner Techno-Club Kater Blau?
Nein, den kannten wir nicht mal! Wir finden die Namensähnlichkeit aber überhaupt nicht schlimm, weil wir ja ein Rockladen sind. Wir haben uns zuerst verschiedene Song- und Albumtitel notiert und bereits unsere Favoriten festgelegt. Doch dann kam Päsce von einem Wochenende in Berlin zurück und schlug Kater vor. Wir fanden den Namen sofort toll. Spätestens wenn man am Morgen nach einer langen Party-Nacht erwacht, weiss man ganz sicher wieder, wie unsere Bar heisst.

Fr – S0
Kater
Kanonengasse 33
www.kater-rockt.ch
Fr ab 17 Uhr, Sa ab 20 Uhr, ab 24 Uhr Masters of Rock mit DJs Gremel, Beck in Black, Kayce u. a. So ab 20 Uhr
Eintritt frei

(Züritipp)

Erstellt: 12.09.2018, 14:37 Uhr

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