«Inzwischen sind es sogar 1 Milliarde Klicks»

Der Pianist Peter Bence stellte mit 765 Anschlägen pro Minute den Weltrekord als schnellster Pianist auf. Wie es dazu kam.

Sorgt nicht nur im Internet, sondern auch live für Begeisterung: Peter Bence.

Sorgt nicht nur im Internet, sondern auch live für Begeisterung: Peter Bence.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Peter Bence, wie wird man zum schnellsten Pianisten der Welt?
Für mich war das nur ein Scherz, ich sehe es nicht als musikalische Leistung. Wie bei vielen anderen Guinnessbuch-Weltrekorden ging es mehr darum, die Grenzen auszureizen. Ich studierte damals noch und spielte jedes klassische Stück ein bisschen zu schnell. Meine Lehrer und Mitschüler machten Witze über mein Temperament, und so kam die Idee mit dem Weltrekord auf.

Mussten Sie sich für den Rekordversuch bewerben?
Wie ich sagte, ein paar Freunde und Lehrer haben mich dafür vorgeschlagen. Ich wollte es zuerst aber gar nicht tun. Erst etwa ein Jahr später habe ich mich ernsthaft damit befasst und mich dafür angemeldet. Schliesslich war der administrative Aufwand der Anmeldung viel grösser als der Rekordversuch selbst. Das war eine interessante Erfahrung.

Haben Sie speziell dafür geübt?
Ich wollte einfach sicher gehen, nicht zu versagen. Das wäre wirklich peinlich gewesen. Also probte ich den Rekordversuch während zweier Wochen immer wieder, auch auf unterschiedlichen Klavieren. Und als ich den Rekord in 10 von 10 Fällen ­gebrochen hatte, war ich mir sicher.

Mit Covers von Lady Gaga oder dem weltberühmten «Africa» von Toto wurde er berühmt: Peter Bence. Video: YouTube/Peter Bence

Auf Youtube zählen Ihre Videos über 800 Millionen Hits.
Ja, das ist riesig. Ich bin davon wirklich begeistert. Die 800 Millionen stammen aber nicht nur von Youtube, sondern sind mit Facebook-Klicks kombiniert. Und inzwischen sind es sogar 1 Milliarde.

In den Netzwerken teilen Sie vor allem Covers von Popsongs. Was spielen Sie live?
Ich sehe mich eigentlich mehr als Komponist, habe mit klassischer Komposition begonnen und bin dann nach Berklee gegangen, um Filmmusik zu studieren. Bald wird meine CD erscheinen, die zur Hälfte meine Kompositionen enthält. Ich kann es nicht abwarten, diese Stücke mit anderen zu teilen. Wer also an meine Konzerte kommt, wird diese Stücke hören können, noch bevor sie erschienen sind. Und wenn Sie mich so fragen: in Zukunft werden die Covers immer weniger und die eigenen Stücke immer mehr werden.

Di 16.4. — 20 Uhr
Theater 11
thurgauerstr. 7
Eintritt 61–81 Franken
www.musical.ch

Erstellt: 10.04.2019, 16:48 Uhr

Artikel zum Thema

Profis der Verführung

In einem Sonderkonzert in der Tonhalle treffen «Gefährliche Liebschaften» auf Barockmusik. Mehr...

«Das Risiko ist gross»

Der Kantor der Paulus-Kiche, Stephan Fuchs, leitet den Paulus-Chor und das Vokalensemble Ars Canora. Ein Gespräch über das neuste Projekt, «The Apostles» von Edward Elgar. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Kommentare

Blogs

Geldblog So vermeiden Sie ATM-Frust im Ausland

Mamablog Bin ich jetzt der Mann? 

Die Welt in Bildern

Kunst in der Luft: Seifenblasen machen Spass vor dem Louvre in Paris. (19. Juli 2019)
(Bild: Alain Jocard) Mehr...