Ist Musik für alle da?

Erst schrieb Andrew Weatherall über Musik, dann machte er sie selbst – und zählt seither zu den Grossen der elektronischen Musikszene.

Legt seit den 90er-Jahren auf: Andrew Weatherhall inmitten seiner Platten- und CD-Sammlung.

Legt seit den 90er-Jahren auf: Andrew Weatherhall inmitten seiner Platten- und CD-Sammlung.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Viele DJs und Produzenten schwärmen von den Plattensammlungen ihrer Eltern und Geschwister. Andrew Weatherall nicht. «Mein Vater und meine Mutter hatten einen typischen frühen 70er-Jahre-Musikgeschmack und mochten zum Beispiel Neil Diamond.» Doch solche Songwriter sind nichts für Weatherall. «Ich habe deshalb die meiste Musik selbst entdeckt.» Punkplatten verboten ihm seine Eltern aber. «Ich schmuggelte die Alben ins Haus und versteckte sie unter meinem Bett», erinnert sich der DJ und Produzent, der noch heute gerne Regeln bricht.

Neues von der Techno-Punk-Ikone: «Blue Bullet». Video: YouTube/Ransom Note

Weatherall schrieb erst als Jour­nalist – teilweise unter dem Pseudonym Audrey Witherspoon – über Musik und gründete in den späten 80ern ein eigenes Fanzine. Bald legte er auch auf und fertigte eigene Techno-Remixes an. Der Rest ist Geschichte: Weatherall zählt zu den erfolgreichsten, umtriebigsten und beliebtesten DJs und Musikproduzenten Englands.

Er arbeitete unter anderen für Björk sowie New Order und hat unzählige eigene ­Clubhits gelandet. Auf dem Sender NTS hat er eine eigene Radiosendung. Sie heisst «Music’s Not for Everyone».

Fr 11.1. — 24 Uhr
Zukunft
Dienerstr. 33
Eintritt 25 Franken
www.zukunft.cl

(Züritipp)

Erstellt: 10.01.2019, 10:49 Uhr

Artikel zum Thema

Der Alte

Andrew Weatherall, Urgestein der britischen Dance Music, spielt wieder in Zürich. Mehr...

Acid im Cheminée

Ghost Culture will dem Londoner Fog entflohen sein. Im Club verströmt er kühle Romantik. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Blogs

History Reloaded Margaret Thatcher und der Neoliberalismus

Michèle & Friends Die grosse Freiheit

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Die Prothese als Sitznachbar: Ein Zuschauer verfolgt in Vladivostok ein Rollstuhl-Basketballspiel der Regionalmeisterschaft. (18. März 2019)
(Bild: Yuri Maltsev ) Mehr...