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Knapp am Grammy vorbei

Geschichtsträchtige Musik in modernem Gewand: Black Puma hat in den Staaten einen rasanten Aufstieg erfahren.

Philipp Anz
Adrian Quesada (rechts) spielt Gitarre, Eric Burton singt: Black Pumas.
Adrian Quesada (rechts) spielt Gitarre, Eric Burton singt: Black Pumas.

Sie waren im vergangenen Januar für einen Grammy in der Kategorie «Best New Artist» nominiert: Bei der Auszeichnung mussten die Black Pumas zwar Billie Eilish den Vortritt lassen, trotzdem zeigt die Nominierung den rasanten Aufstieg des Duos wie auch eine Wiederentdeckung von Soul-Musik, die sich auf ihre Wurzeln besinnt und doch auch modern klingt.

13 Jahre liegen zwischen Gitarrist Adrian Quesada und Sänger Eric Burton und unterschiedliche musikalische Erfahrungen. So war Quesada in den Nullerjahren als Mitglied des Latin-Rock-Orchesters Grupo Fantasma bereits zweimal für einen Grammy nominiert – und gewann einmal. Burton war hingegen vor allem als Strassenmusiker unterwegs. 2017 lernten sich die beiden in Austin kennen. «Eric hörte sich meine Songs an und fing an zu singen. Da war sofort klar: Dieser Kerl muss es sein», sagt Quesada.

Auf ihrem Debütalbum «Black Pumas» bringt Quesada seine Studioerfahrungen in einem dichten Mix aus Soul, Funk, Rock und Blues in perfekt ausgearbeitete Songs ein. Eric Burton singt dazu ausdrucksstark und schaut auf die grossen Stimmen der Soul-Geschichte von Otis Redding bis Marvin Gaye zurück.

Burton wehrt sich aber gegen allzu viele Referenzen auf die alten Grössen: «Ich würde diesem Vergleich nur in dem Masse zustimmen, dass wir versuchen, die Soul-Musik und ihre Songstruktur zu ehren.» Live entwickeln diese Ehrbezeugungen dann nochmals eine eigene Kraft, wenn das Duo um Begleitband und Background-Sängerinnen aufgestockt zeigt, dass Soul nicht nur die Seele berührt, sondern auch auf die Tanzbeine zielt. «My sisters and my brothers, see ’em like no other», singt Eric Burton, und alle werden zu Black Pumas.

Sa 22.2. — 19.30 Uhr Mascotte Theaterstr. 10 Ausverkauftwww.mascotte.ch

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