Kommerz? Bitte nicht!

Der DJ Nima Gorji lebt seit über zehn Jahren auf Ibiza. Am liebsten legt er jedoch in kleinen Clubs auf.

Anfang der 90er entdeckte er in Kopenhagen den Techno.

Anfang der 90er entdeckte er in Kopenhagen den Techno.

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Anfang der 90er-Jahre eroberte Techno Kopenhagen – und Nima Gorji. Der junge Däne legte neben internationalen Grössen wie Kevin Yost und Kerri Chandler im Untergrundclub Rusk auf. 30 Jahre und unzählige Erfahrungen später, mag der erfolgreiche DJ und Produzent noch immer am liebsten die kleinen Locations: «Das Publikum ist dann meist auserlesener und schätzt die Musik», so Gorji in einem Interview mit der Plattform «Clubber»: «Für DJs wie mich hat das einen grossen Reiz.»

Den internationalen Durchbruch schaffte Gorji 2003: Unter dem Pseudonym Manijama veröffentlichte er den Song «No No No». Vor allem auf Ibiza kam der sommerliche Technotrack an. Zwei Jahre später zog Gorji selbst auf die Partyinsel. 2010 wurde er mit dem Ibiza DJ Award ausgezeichnet.

Vier-Stunden-Mittschnitt eines seiner letzten Sets.

Das Ibiza, das er kannte, sei verschwunden, so der DJ und Produzent. «95 Prozent der Insel ist kommerziell, dass man denken könnte, Dubai sei eingezogen.» Doch auch die anderen Partydestinationen kritisiert Nima Gorji: «Es geht immer öfter nur ums Geld.» Begeisterter ist er von den Releases seiner jüngeren Kollegen: Sie hätten zwar die besseren technischen Möglichkeiten als er damals, trotzdem würden ihre Aufnahmen analog klingen. «Das gefällt mir.»

Nima Gorji ist DJ, Produzent – und Labelboss. Er hat Welt Recordings und NG Trax gegründet. Auf letzterem Label ist im vergangenen Januar die EP «Asocial» erschienen: leichter und stimmiger Techno, der trotz fehlenden Überraschungen überzeugt.

Sa 16.3. — 23 Uhr
Frieda’s Büxe
Friedaustr. 23
Eintritt 25 Franken
www.friedasbuexe.ch

(Züritipp)

Erstellt: 13.03.2019, 14:53 Uhr

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