Liebeslieder für Barack Obama

Der ehemalige US-Präsident bezeichnet The National als seine Lieblingsband. Er ist nicht der Einzige.

Matt Berninger (Mitte) hält sich und seine Bandkollegen für mässig attraktiv.

Matt Berninger (Mitte) hält sich und seine Bandkollegen für mässig attraktiv. Bild: Shane Mccaule/zvg

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Der Band The National sei immer bewusst gewesen, was sie seien: eine Band aus fünf durchschnittlich aussehenden weissen Kerlen. Das ­sagte der 48-jährige Frontmann Matt Berninger diesen Frühling in einem Interview mit dem «Independent». Doch die Gruppe ist kein Boys-only-Club. Einige Songs hat Berningers Ehefrau Carin Besser mitgeschrieben. Ausserdem luden The National immer wieder Gastmusikerinnen ein.

Auf dem neusten Album «I Am Easy To Find» singen fünf Frauen, darunter David Bowies Lieblingsbassistin Gail Ann Dorsey sowie Mina Tindle und Sharon Van Etten. Berninger sagt, er habe diese Unterstützung sehr geschätzt. «Ich habe mich nämlich etwas blockiert gefühlt.» Schliesslich ist er seit 20 Jahren der alleinige Frontmann von The National. Sein klagender Gesang macht für viele die Lieder der Band aus. Diese ähneln sich alle so stark, dass Kritiker gar von einem klassischen The-National-Sound schreiben.

Vom gleichnamigen Album: «Sleep Well Beast». Video: YouTube/The National

Die Amerikaner brauchten drei Alben, bis sie sich mit ihren ergreifenden, aber wenig pathetischen Popsongs etablieren konnten. Doch kaum wurde «Alligator» 2005 von der Masse entdeckt, brach die Band auf eine fast einjährige Tournee auf. Die meisten der Konzerte in der Heimat und in Europa waren ausverkauft.

Mittlerweile haben The National fünf weitere Alben veröffentlicht, wurden in mehreren Ländern mit Gold sowie Silber ausgezeichnet und haben 2018 mit der LP «Sleep Well Beast» einen Grammy gewonnen. Die ­Musiker waren oft auf Tournee, haben Soloprojekte verfolgt und Filme gedreht.­Immer wieder unterstützte die Band ­Demokraten bei den Wahlkämpfen.

So auch Barack Obama, der The ­National gar als seine Lieblingsband bezeichnete. «Liebeslieder sind politischer als alles andere», ist Matt Berninger überzeugt. Nichts sei politischer, als eine ­andere Person ­wirklich verstehen zu wollen. «Egal, ob das eine Frau oder eine Person aus einem anderen Kulturkreis ist.»

Di 3.12. — 20 Uhr
Samsung Hall
Hoffnigstr. 1, Dübendorf
Eintritt 77 / 90 Franken
www.samsunghall.ch

Erstellt: 29.11.2019, 09:46 Uhr

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