Zum Hauptinhalt springen

Mit Fake Song zum Erfolg

Vor fünf Jahren landeten Klangkarussell ihren ersten Überhit. War dieser nur zusammengeklaut?

Lächeln unschuldig: Die Erfolgs-DJs Tobias Rieser und Adrian Held.
Lächeln unschuldig: Die Erfolgs-DJs Tobias Rieser und Adrian Held.

An «Sonnentanz» kam im Sommer 2012 kein Ohr vorbei. Der Deep-House-Track von Klangkarussell lief in ganz Europa rauf und runter, schaffte es nicht nur in Österreich, Deutschland und der Schweiz in die Top Five. Im folgenden Frühling erhielt das Wiener Duo für «Sonnentanz» gar den Austrian Music Award Amadeus in der Kategorie «Song des Jahres». Ein niederländischer Radio-DJ fand den Track weniger toll. Nach ihm war der Überhit nur eine Soundschusterei: Klangkarussell hätten sich fast ausschliesslich an einem einzigen Sample-Construction-Kit bedient – sogar die prägnante Saxofondudelei würde aus diesem einen Melodienbausatz stammen. Seinen Verdacht konnte er mit etlichen Beispielen belegen. Viele der Millionen Fans waren nach dieser Enthüllung enttäuscht. Die meisten haben aber den Wienern rasch vergeben. 2015 erhielten Klangkarussell einen weiteren Amadeus Austrian Awards, diesen für ihr Debüt «Netzwerk». Und letztes Jahr arbeiteten die zwei Jugendfreunde mit den schwedischen Indie-Rock-Ikonen Mando Diao für den Track «Jericho» zusammen: Björn Dixgård singt tief und emotional zu einer stampfenden Tropical-Melodie, die sich wieder in die Gehörgänge frisst. Ob man will oder nicht.

Sa, 23 Uhr Kaufleuten, Pelikanplatz. www.kaufleuten.ch.

Eintritt 30 Franken

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch