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Party machen wird nie öde

Von London nach Ibiza: Seit über zwanzig Jahren legt der ehemalige Profisportler Rossko in den angesagtesten Clubs auf.

Er weiss, welche Tracks die richtigen sind: Rossko aus London.
Er weiss, welche Tracks die richtigen sind: Rossko aus London.

Der damals 14-jährige Rossko war noch zu jung für die Londoner Clubs. Spotify & Co. gab es noch nicht. So musste der Teenager Piratenradios hören, um neue Musik zu entdecken. Lief ein Track, der Rossko besonders gefiel, nahm er ihn mit seinem Kassettenrecorder auf. Im Plattenladen spielte er ihn dann dem Verkäufer vor. Er sollte Rossko sagen, um welchen Track es sich genau handelte. «Es dauerte manchmal eine halbe Stunde, bis ich mich getraute, den Typ anzusprechen», erzählte Rossko kürzlich «Bali Clubbing». Gekniffen hat der Jugendliche aber nie. Zu gross war seine Lust auf neue Musik.

Als Rossko wegen einer Verletzung seine Profifussballerkarriere beenden musste, tauchte er endgültig in den Clubs ab. Er fing an, in den verschiedensten ­Locations aufzulegen, darunter auch im Fabric. Ausserdem wurde er beim Partylabel Fuse Resident. «London ist schnell», sagt Rossko. «Ich habe deshalb die verschiedensten Szenen mitgekriegt.» Jungle, D’n’B, House, Garage, früher Dubstep – all diese Genres beeinflussen seine Sets noch immer. «Sie machen meine DNA aus», so Rossko, der seinen Sound selbst nur schwer beschreiben kann. Doch er sei zeitlos und vergesse nie den Dancefloor.

Rossko kann blitzschnell auf die Stimmung im Club reagieren. Denn seine Musiksammlung ist riesig und wahnsinnig gut organisiert. «Mir fällt sofort ein, welchen Track ich als Nächstes spielen werde», sagt der DJ. Seine Erfahrung habe ihm gezeigt: Je weniger er denke, desto besser gelängen ihm seine Liveauftritte.

DJs spielen Radioshows, um ihre Musiksammlung zu zeigen: Rossko für das online Radio Rinse.FM. Stream: Soundcloud/Rinse FM

Rosskos house- und technolastigen Sets sind gewieft, kraftvoll – und routiniert. Anders als seine Berufskollegen hat sich Rossko lange Zeit weder ein Label aufgebaut noch Alben veröffentlicht: Er konzentrierte sich ausschliesslich aufs seine Liveauftritte. Doch 2015 veranstaltete er gemeinsam mit Archie Hamilton auf Ibiza fünf Partys. Danach führten die beiden Männer ihre Zusammenarbeit weiter und gründeten das Label Arkityp. Später lancierte Rossko sein Sololabel Late Night Skanking.

Ein Studio-Gummi wurde der Engländer jedoch nicht: Allein dieses Jahr wird er in über zwölf Ländern auflegen.

Sa — 23 Uhr Frieda’s Friedaustr. 23 Eintritt 25 Frankenwww.friedasbuexe.ch

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