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Sie lässt uns schweben

Zarter Klang, dazu Texte, die von Abschied und Tränen erzählen. Julie Byrne ist schmerzhaft gut!

Ihre Musik klingt wie unberührte Natur.
Ihre Musik klingt wie unberührte Natur.
Jonathan Bauknight

Alles ist hier so schön, so ätherisch, so organisch. Wer die zarte Musik der New Yorkerin Julie Byrne hört, wähnt sich in der unberührten Natur. Die Unbeschwertheit überträgt sich auf den Hörer, lässt einen schweben, über die Baumwipfel und grünen Auen – am liebsten mit etwas Tempo, etwa in Form eines flinken Taubenflugs wie im Song «Morning Dove». Bis man merkt, dass die grünen Auen nicht mal bis zum Horizont reichen und die Erzählungen eigentlich so gar nichts Unbeschwertes an sich haben. Vielmehr handeln sie von tausend kleinen Toden, von Liebesdiensten, von überaus schmerzhaften Abschieden, von Entwurzelung, von Bindungsunfähigkeit.«To me, this city’s hell / But I know you call it home, I was made for the green / Made to be alone», singt sie in «Follow My Voice» von ihrem aktuellen Album «Not Even Happiness». Dass die 27-Jährige eine Zeit lang als Aufseherin im Central Park gearbeitet hat, passt da wunderschön ins Bild. Wie alles, was die Folksängerin auf ihrem gefeierten Zweitling so macht.

Mi 20 Uhr / Rote Fabrik, Seestr. 395 / Infos: www.rotefabrik.ch Eintritt 25 Franken

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