Rap- und Techno-Stars in Zürch

An diesem Wochenende finden gleich drei Festivals statt. Wir haben die grossen Namen und Highlights der Programme.

Live am Backslash Festival: Oktober Lieber aus Frankreich.

Live am Backslash Festival: Oktober Lieber aus Frankreich.

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Red Bull Music Festival

Floating Points
Fr 20 Uhr, Kunstraum Walcheturm

Floating Points ist Neurowissenschaftler und elektronischer Musiker. Für sein zweites Album «Crush» (2019) musste der von vielen Genres begeisterte Engländer sein Studio umbauen. Der Aufwand hat sich gelohnt: Die zwölf Tracks sind so abwechslungsreich wie gelungen.

Weiss von was er spricht: Floating Points holt soulige Elektronica aus seinen Gerätschaften. Video: YouTube/Resident Advisor

Carl Craig
Sa 22 Uhr, Alte Kaserne

In den letzten Jahrzehnten hat sich Carl Craig immer wieder andere Pseudonyme zugelegt. Doch eigentlich könnte er sich auch einfach «DJ-God» nennen. Denn kaum ein anderer hat den Detroit-Sound so sehr geprägt wie er. Trotzdem bleibt er auch für andere Musikrichtungen offen. So trat er erst kürzlich mit dem Sinfonieorchester Basel auf.

Ian Isiah
Sa 22 Uhr, Lugano-Bar

Etwas mehr als tausend Leute likten bisher die Facebook-Seite von Ian Isiah. Geht es nach dem hippen US-Musikblog «Pitchfork», wird sich diese Zahl bald vervielfachen: Er bezeichnete den Amerikaner kürzlich als nächsten R-’n’-B-Superstar.

Bis Sa 16.11.
Diverse Orte
Einzeltickets 29 Franken, Eintritt teilweise frei
www.redbull.com

Backslash Festival

Collidings Fields
Fr 23.45 Uhr, Nordflügel

Soundartisten? Diese Bezeichnung mag zwar prätentiös wirken, trifft aber auf Florian Bürki und Till Hillbrecht zu. Die beiden Berner bewegen sich auf der Grenze von Experimental- und Clubmusik. Eine Bühne spielt dabei keine Rolle, das Duo will den ganzen Raum ergreifen.

Oktober Lieber
Fr 1.45 Uhr, Halle Holz

Charlotte Boissellier und Marion Camy-Palou leben in Paris. Sie haben keine Verbindung zu Deutschland. Ihr gemeinsames Musikprojekt heisst trotzdem Oktober Lieber – wegen ihres Lieblingslieds «October (Love Song)». Der deutsche Name passt auch deshalb, weil die zwei Frauen mit ihrem sphärischen Techno das Berghain und ganz Berlin erobern könnten.

Mit Stimme, Synthesizern und Effektgeräten: Das Duo erschafft sphärischen Techno. Video: YouTube/Culturebox - English

Lucrecia Dalt
Sa 1 Uhr, Halle Holz

Seit zehn Jahren verbindet die kolumbianische Produzentin experimentelle Musik mit klassischem Songwriting. Zuletzt auf ihrer sechsten LP «Anticline», auf dem die ehemalige geotechnische Ingenieurin die Beziehung der Erde zu den Menschen erklärt. Abgefahren, aber schön!

Fr 15.11. und Sa 16.11.
Gessnerallee
Einzeltickets 16 Franken
www.backslashfestival.com

Rap City

Summer Cem
Sa 23.25 Uhr

Fleisch, Sex und Brüste: Summer Cem scheinen auch auf seinem neusten Album «Endstufe» die Themen eines Durchschnittsteenagers zu ­beschäftigen. Immerhin hat der Ü-30er mehr Talent. Mit diesem konnte er Eko Fresh und Kool Savas bereits vor Jahren für sich gewinnen.

GZUZ
Sa 24 Uhr

Es wird getuschelt, dass sein Pseudonym die Abkürzung von «Ghetto-Zeug unzensiert» sei. Ende der Nullerjahre veröffentlicht Gzuz als Mitglied von 187 Strassenbande erste Tracks. Danach wandert er für drei Jahre ins Gefängnis. 2018 ist sein zweites Soloalbum «Wolke 7» erschienen. Darauf rappt er hauptsächlich über seinen neuen Reichtum – und über seine «Libido riesengross».

Yung Hurn
Sa 00.45 Uhr

Bleicher Jüngling, Dadaist oder «unser Mann für Beats aus der Zukunft»: Journalisten können ­weder den Wiener noch dessen Musik – «Cloud Rap»?! – einordnen. Die Internet-Generation kümmert das nicht: Sie klickt millionenfach auf Songs wie «Cabrio» und «Ok Cool».

Er nimmt alles nicht so ernst und hat damit Erfolg: Yung Hurn aus Österreich. Video: YouTube/YUNG HURN OFFICIAL

Sa 16.11.
Halle 622, Therese-Giehse-Str. 10
Eintritt 79 Franken
www.rapcity.ch

Erstellt: 15.11.2019, 17:22 Uhr

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