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Rock-Profis unter sich

Anfang der Nuller-Jahre galten A Perfect Circle als Supergruppe. 2018 macht die illuster besetzte Band nur noch gute Rockmusik.

Die Pause ist vorbei: Die Band A Perfect Circle.
Die Pause ist vorbei: Die Band A Perfect Circle.

Es gab eine Zeit, lang ists her, da konnten die führenden Exponenten des sogenannten Alternative Rock scheinbar mühelos Hunderttausende Tonträger absetzen. Anfang der 00er-Jahre gehörten auch A Perfect Circle zu diesem erhabenen Kreis. Das lag auch daran, dass das kalifornische Quintett laute traurige Musik machte, die perfekt zur depressiven Stimmung der damaligen Zeit passte.

Entscheidend für A Perfect Circles Erfolg war auch die illustre Bandbesetzung. Der Gitarrist Billy Howerdel, der für den Grossteil der Musik auf den Alben «Mer de Noms» (2000) und «Thirteenth Step» (2003) verantwortlich zeichnete, war zwar wenig bekannt. Weltberühmt war dafür das Mitglied Maynard James Keenan, der als Sänger und Texter von Tool zur Avantgarde des Alternative Metal zählte.

Gefeiert als Supergruppe

Weil Howerdel und Keenan Mitmusiker aus den Reihen von Marilyn Manson, Smashing Pumpkins und Guns n’ Roses um sich geschart hatten, wurden A Perfect Circle bald als Supergruppe gefeiert. Mit diesem Begriff konnte Billy Howerdel wenig anfangen: «Die Referenzliste der übrigen Bandmitglieder ist eher ein Produkt unserer Vita als der Grund, warum es die Band gibt», hielt er unlängst fest.

Die Begeisterung für den düsteren New Wave von The Cure und den aufbrausenden Heavy Metal von Ozzy Osbourne hatte Howerdel und Keenan 1999 zusammengeführt. Ganz einfach fiel es den beiden aber nicht, eine stilistische Schnittmenge zu erhalten: Musikalische Differenzen waren schliesslich auch der Grund, warum sie A Perfect Circle 2005 für unbestimmte Zeit stilllegten.

2018 haben Howerdel und Keenan wieder ein reguläres Album vorgelegt. Auf «Eat The Elephant» wirkt die Musik feingliedriger, als man es sich gewohnt ist. Umso grösser ist die dynamische Bandbreite der neuen Songs: A Perfect Circle werden nur dann wuchtig, wenn es wirklich wehtut. Das war früher anders.

Mi — 20 Uhr Halle 622 Therese-Giehse-Str. 10 Eintritt 80 / 95 Frankenwww.halle622.ch

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