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«Seelenstriptease mag ich nicht»

Zu seinem 30. Geburtstag hatte der Zürcher Musiker Tobey Lucas sich selbst ein Soloalbum geschenkt. Nun veröffentlicht er fünf Jahre später seinen Zweitling.

Das Auto ist für den Zürcher Tobey Lucas Symbol für seine nie endende Reise.
Das Auto ist für den Zürcher Tobey Lucas Symbol für seine nie endende Reise.

Ihr zweites Album heisst «Little Steps and a Dream». Geht es um Ihre Schritte und Ihren Traum? Ich bin kein Musiker, der seine Seele in seinen Songs ausschüttet, diesen Seelenstriptease mag ich nicht. Viel lieber verpacke ich Gefühle in eine Geschichte. Der Albumtitel bezieht sich auf einen Song, in dem ich von einem Typen aus der Pampa erzähle, der mit seiner Musik plötzlich ein ganzes Land erobert und so seinen Traum erfüllt.

Ist das Ihre Geschichte? (lacht) Nicht unbedingt. Mir geht es mehr um die Botschaft dahinter: Die Reise ist wichtiger als das Ziel. Darum geht es übrigens in all meinen Songs, nicht nur in den neuen. Ich glaube, dass man im Leben immer unterwegs ist und nie ankommt, dass man immer in Bewegung sein sollte. Deshalb sind in meinen Musikvideos auch immer fahrende Autos zu sehen. Ich will nie stehen bleiben, das ist auch meine Lebenseinstellung jenseits meiner Songs.

Sie sind Zürcher. Wie haben Sie Ihre Liebe zur US-Countrymusik entdeckt? Als Teenager spielte ich leidenschaftlich Gitarre und kam so rasch in Kontakt mit Country-, Folk-, aber auch Metal­stücken. Ich mag alle diese Stile, aber in die Countrymusik habe ich mich regelrecht verliebt.

Was fasziniert Sie an diesem Stil? Dass die Musik so zelebriert wird. Und das Handgemachte: Die Stimmen und die Instrumente, vor allem die akustische Gitarre sind immer im Zentrum und werden von Hand gespielt und nicht etwa elektronisch erzeugt, das mag ich sehr.

Sie sind auch ein grosser Fan von Nashville, Zentrum des Countrys. War das schon immer so? Wenn man sich für die Countrymusik interessiert, kommt man unweigerlich auch mit der amerikanischen Musikkultur in Kontakt. Was ich so liebe an Nashville, ist, dass jeder dort die Musik lebt und atmet, dass sich alles um die Musik dreht. Das ­erlebe ich in der Schweiz weniger.

Nie daran gedacht, auszuwandern? Doch, aber ich bin auch gerne in der Schweiz, und sehr verwurzelt hier. Deshalb ist es mein Ziel, den Nashville-Spirit in die Schweiz zu bringen.

Fr, 21 Uhr Bogen F Viaduktstrasse 97, www.bogenf.ch Eintritt 25 Franken

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