Seher aus Afrika

Amadou & Mariam, das blinde Paar aus Mali, spielt eine weit offene Musik. Mit einer Einschränkung.

Amadou & Mariam, sonntags in Bamako.

Amadou & Mariam, sonntags in Bamako.

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Seit ihrem Album «Dimanche à Bamako», erschienen vor 13 Jahren, kennt man Amadou & Mariam auch hierzulande. Mit dieser Platte sprengte das blinde Musikerpaar aus Mali die Grenzen dessen, was damals als afrikanische Musik durchging. Zu diesem Meisterwerk hatte ihnen auch der Produzent Manu Chao verholfen, selber gerade auf dem Höhepunkt seines Erfolgs als singender Internationalist. Seither haben Amadou Bagayoko und Mariam Doumbia ihren Stilfächer ohne Rücksicht auf Konsequenzen immer weiter geöffnet.

Er, der flinke Gitarrist mit der tiefen Bewunderung für Pink Floyds David Gilmour und dem Showtalent eines Jimi Hendrix, und sie, die Sängerin mit der markanten Stimme, die den Rock von Black Sabbath nach Westafrika zurückzuholen schien, zogen mit Club-Grooves auf die Tanzflächen weiter und liessen später auch Elemente aus Kuba in ihre Arrangements einfliessen. An ein Genre mochten sich die beiden Eklektiker aber nicht heranwagen: die brasilianische Musik. «Von der Harmonik her ist sie die reinste Hölle», sagte Amadou einst fast schon ehrfürchtig. Man wundert sich über seine Ängstlichkeit. Bis jetzt gab es nämlich kein Stilexperiment, das dem Duo nicht spielend gelungen wäre.

Mittwoch, 20 Uhr, Kaufleuten.

(Zueritipp)

Erstellt: 10.05.2017, 14:57 Uhr

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