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Sie tun es wieder

Die Daughters haben jahrelang nicht miteinander gesprochen. Jetzt sind sie gemeinsam auf Tour.

Die Band verträgt sich wieder: Alexis Marshall (2.v.r.) enttäuscht auch mal die Fans.
Die Band verträgt sich wieder: Alexis Marshall (2.v.r.) enttäuscht auch mal die Fans.

Enttäuschungen. Streitereien. Erschöpfung. Und dann der Satz: «Mir reicht es!» Klingt, als hätte sich ein unglückliches Liebespaar getrennt. Doch Frontmann Alexis Marshall schildert, wie er seine Band Daughters aufgelöst hat. Die Amerikaner waren damals mitten auf einer Tour, das dritte Album geplant.

«Ich dachte, ich werde nie wieder Musik machen», erzählte der Sänger im November 2018 dem Blog «Consequence of Sound». 2003 war Daughters’ Debütalbum «Canada Songs» erschienen. Das zwölf Minuten lange Grindcore-Werk überzeugte die meisten Kritiker. Einigen war die LP jedoch zu wenig kreativ und vielfältig. Mängel, unter denen das Genre häufiger leidet.

2009 zerstritt sich die Band. Erst vier Jahre später trafen sich die Mitglieder bei einem Abendessen. Trotz wenig Kontakt waren Marshall seine Mitmusiker sofort wieder vertraut. «Es war wie bei einer Familie», so Marshall. Es dauerte kaum fünf Minuten, bis sie über ein neues Album und eine mögliche Tour sprachen.

Wenig später spielte die Band wieder gemeinsame Konzerte. Im Oktober 2018 erschien schliesslich der erste Longplayer seit dem Bruch. Auf «You Won’t Get What You Want» dominieren Hardcore, Industrial, Rock und Noise. Das Album landete auf mehreren Jahresbestenlisten.

Jetzt sind Daughters auf Welttour. Doch Alexis Marshall warnt seine Fans: «Das Album heisst aus einem bestimmten Grund ‹You Won’t Get What You Want›.» Es könne also durchaus passieren, dass einige Fans einen frustrierenden Abend erleben. Ein schlechtes Gewissen hat der Daughters-Frontmann deshalb nicht. Er meint: «Wir sind schliesslich keine Jukebox.»

Di 13.8. — 21 Uhr Bogen F Viaduktstr. 97 Eintritt 32 Frankenwww.bogenf.ch

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